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«Andere Möglichkeiten gehabt»Janka kritisiert den strengen Schweizer Lockdown

Dem Bündner Skirennfahrer tun die vielen Menschen leid, die jetzt unter den Massnahmen des Bundes leiden. «Ich bin nicht mit allem einverstanden», sagt der Olympiasieger.

«Es hätte auch noch andere Möglichkeiten gegeben», sagt Carlo Janka.
Video: Instagram/SRF

In einem Live-Interview auf Instagram mit SRF hat Carlo Janka am Montag über so einiges gesprochen: über sein neues Haus, über seine beinahe verpasste Premieren-Abfahrt in Kitzbühel und auch darüber, was ihm hin und wieder den «Deckel lupft». Neben Ungerechtigkeit ist das in Bezug auf Letzteres derzeit vor allem eines: das Coronavirus. Oder vielmehr: der Umgang damit in der Schweiz.

«Viele Aspekte an der jetzigen Situation sind nicht ideal, ich hätte es vielleicht anders gelöst», sagt der 33-jährige Skirennfahrer. Auf Nachfrage geht der Bündner etwas mehr ins Detail.

«Wie mit der Krise umgegangen wird … ich bin nicht mit allem einverstanden», erklärt er. Allerdings würden das andere Personen entscheiden. «Mir tun aber die Leute, die jetzt darunter leiden, umso mehr leid.»

Weniger grosse Kollateralschäden

Der Olympiasieger von 2010 hätte offenbar ein weniger rigoroses Vorgehen des Bundesrats begrüsst. «Es hätte andere Möglichkeiten gegeben.» Verschiedene Länder hätten es anders gemacht, wie zum Beispiel Schweden mit zurückhaltenderen Massnahmen, und da sei es auch nicht schlechter, wenn nicht allenfalls sogar besser herausgekommen. «Da waren die Kollateralschäden weniger gross.»

Aus Jankas Sicht wäre das eher der Weg gewesen, den man auch in der Schweiz hätte verfolgen sollen. «Aber wie gesagt, es sind andere, die das festlegen», sagt er.

Janka spreche hierzu nicht nur als Sportler, sondern auch als Vater einer kleinen Tochter sowie als Sohn eines Gastwirts. «Es wäre interessant zu wissen, wie das Ganze mit anderen Massnahmen herausgekommen wäre.» Aber auch er weiss: «Es ist wie immer: Das werden wir nie erfahren.»