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Kolumne über die Volksdroge Nr. 1Itz luegeni Paris haut uf Netflix

Mundart-Autorin Renata Burckhardt lindert ihr Reisefieber mit Serien und lernt von einem japanischen Dämonenschlachter.

Paris in Puderzucker: Ihre Sehnsuchtsstadt kann die Kolumnistin momentan nur aus der Ferne anschmachten (10. Februar 2021).
Paris in Puderzucker: Ihre Sehnsuchtsstadt kann die Kolumnistin momentan nur aus der Ferne anschmachten (10. Februar 2021).
Foto: AFP

I ha mi jahrelang drgäge gwehrt. Aber syt ere Wuche hets mi fescht im Griff. Drwäge gangen ig am Abe z spät is Bett. Drwäge bin ig übernächtigt. Drwäge machen ig vor em Pfuse ke Spaziergang meh. Drwäge chas passiere, dass mi ungereinisch Figure, wos nid git, meh begleite aus serigi, wos git. I rede vo öppisem, wo e riesigi Mängi vo Lüt betrifft. I rede vom Serie glotze uf Netflix.

Netflix isch üsi Droge, üses Zuckerbrot, drmit mir üs belohnt fühle, drmit mir schtiuhaute, moralisch, körperlech, psychisch. Netflix isch üsi Zwangsjagge. Drmit mir nüt ungernäh, sondern Kanapeefurzer wärde. Ds Kanapee, üsi nöii Wäut, üses Loufgitter. «Aufnetflix» wird äuä irgendeinisch im Duden schtah, u zwar eso: «Aufnetflix n. (urspr. amerik.), mentale Zwangsjacke, erstes Drittel des 21. Jh.»

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