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Vorhang gegen AnsteckungIn zwei Berner Pflegeheimen sind wieder Umarmungen möglich

Ein spezieller Schutzvorhang macht es möglich: In Steffisburg und Spiez können Bewohner zweier Pflegeheimen ihre Liebsten wieder in die Arme nehmen.

Die Besucherbox braucht es in Steffisburg bald nicht mehr: Dank Schutzvorhang dürfen Bewohner ihre Liebsten bald wieder in die Arme schliessen.
Die Besucherbox braucht es in Steffisburg bald nicht mehr: Dank Schutzvorhang dürfen Bewohner ihre Liebsten bald wieder in die Arme schliessen.
Bild: Peter Klaunzer (Keystone)

Die Bewohnerinnen und Bewohner zweier Pflegeheime im Kanton Bern können ihre Liebsten wieder in die Arme schliessen. Möglich macht es ein spezieller Schutzvorhang.

Die Konstruktion verhindere eine Übertragung des Coronavirus, teilte die Stiftung Solina am Freitag mit. Sie betreibt zwei Heime in Spiez und Steffisburg mit insgesamt 333 Pflegeplätzen.

Inspiration für die neue Vorrichtung fanden die Betreiber im Internet. Dort kursiert das Video eines Briten, der einen Duschvorhang mit zwei integrierten Ärmeln kreierte. So können er und seine Kinder jederzeit mit der Grossmutter kuscheln.

Für Solina-Geschäftsführer Patric Bhend ist klar, dass das Angebot für viele wohl nicht das Gelbe von Ei sei. «Es ist einfach ein weiterer Versuch, auf die Bedürfnisse unserer Bewohnerinnen und Bewohner einzugehen.» Dabei sei immer wieder Kreativität und auch die Neugierde gefragt, etwas bislang Unbekanntes auszuprobieren.

Sollte das Angebot bei den Betroffenen gut ankommen, werde man hausintern die Produktion der Umarmungsvorhänge forcieren. Der Vorhang müsse nämlich nach jedem Gebrauch entsorgt werden.

«Wir bemühen uns sehr, die Umwelt möglichst wenig zu belasten. Aber glückliche Gesichter der Bewohnerinnen und Bewohner sind in dieser schwierigen Zeit ein paar Quadratmeter Plastik wert», sagte Bhend.

SDA