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Zwei Berner am Bachmann-Preis«In diesem Jahr ist es etwas verrückt»

Die 44. Ausgabe des renommierten Literaturwettbewerbs in Klagenfurt findet wegen der Corona-Pandemie als virtuelle Bühne statt. Unter den Teilnehmenden sind auch Meral Kureyshi aus Bern und Levin Westermann aus Biel.

Im vergangenen Jahr lief der Wettbewerb in Klagenfurt wie gewohnt ab: Die Live-Situation mit Jury, Lesenden und Publikum ist dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht möglich.
Im vergangenen Jahr lief der Wettbewerb in Klagenfurt wie gewohnt ab: Die Live-Situation mit Jury, Lesenden und Publikum ist dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht möglich.
Foto: ORF

Da ist jemand allein unterwegs auf einem schmalen Pfad im Wald. Wir hören Atemgeräusche, es ist eine subjektive Kamera ohne Kommentar. Ein Aussichtspunkt mit Sitzbank, weit unten liegt der glitzernde See, dann Spuren von Zivilisation, eine noch rauchende Feuerstelle, daneben eine wippende Schaukel. Den gleichen Weg geht es rückwärts zurück, bis die Kamera auf einen Baumstamm zuhält, in dessen Rinde das Gesicht eines bärtigen Mannes geschnitzt ist. Da ist eine bunte Collage von Bildern in schneller Abfolge. Die Ausschnitte aus Handyfilmen und kurzen Videosequenzen zeigen eine junge Frau beim ausgelassenen Tanzen, beim Staubsaugen in der Wohnung oder unterwegs in New York. Aus dem Off hört man dazu die Stimme der Autorin. Sie erzählt unter anderem, dass sie nicht zwischen zwei Welten, sondern in zwei Welten lebe. Und sie sagt: «Deutsch ist meine Muttersprache. Meine Mutter spricht kein Deutsch.»

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