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Rekordversuch an PfingstenIn 48 Stunden 25-mal um die Welt laufen

Beim virtuellen «OneMillionRun» sollen Läuferinnen und Läufer aus der ganzen Schweiz eine Million Kilometer sammeln – egal von wo aus.

Sport-Stars motivieren zur Teilnahme am «OneMillionRun».
Video: Datasport via Youtube

Auffallend viele Schweizerinnen und Schweizer waren in den letzten drei Monaten laufend unterwegs. Aber etwas fehlte augenscheinlich: die Wettkämpfe mit ihren Emotionen und dem Gemeinschaftserlebnis.

Am Pfingstwochenende nun soll das ändern. Eine breite Allianz unter Federführung von «Weltklasse Zürich», dem Sport-IT-Dienstleister Datasport, dem Sportvideospezialisten iRewind sowie der Schweizer Sporthilfe will mit dem Startkommando zum «OneMillionRun» einen Schlusspunkt hinter lange Wochen und Monate setzen.

Im Wissen darum, dass Laufveranstaltungen auch nach den jüngsten Lockerungen vom Mittwoch kaum für die gewohnten Gefühle werden sorgen können – spannend und ambitioniert ist der Ansatz des virtuellen Anlasses dennoch: Die ganze Schweiz kann dazu beitragen, dass innerhalb von 48 Stunden mindestens eine Million Kilometer zurückgelegt wird. Eine reizvolle Affiche für jeden und jede.

Jeder kann zu Hause mitmachen

Um die Dimension dieser Ambition zu sehen, braucht es keine Rechenkünste. Eine Million Kilometer entspricht ziemlich genau 25 Erdumrundungen. Viele, ganz viele dürfen sich also begeistern lassen und ihren Beitrag leisten: zum Beispiel 100’000, die durchschnittlich 10 km laufen, walken oder spazieren, oder 200’000, die eine 5-km-Strecke absolvieren.

Es versteht sich von selbst, dass von Freitagnacht, 24 Uhr, bis Sonntagnacht, 24 Uhr, für den Erfolg deutlich mehr die Laufschuhe schnüren müssen als beispielsweise beim grössten Frühlingslauf der Schweiz, dem GP Bern. 2019 verzeichnete der Klassiker gut 32’000 Klassierte, die gemeinsam rund 260’000 km zurücklegten.

Viele bekannte Figuren aus der Schweizer Sportszene haben ihre Teilnahme bereits zugesichtert: Olympiasiegerin Nicola Spirig, …
Viele bekannte Figuren aus der Schweizer Sportszene haben ihre Teilnahme bereits zugesichtert: Olympiasiegerin Nicola Spirig, …
Foto: Keystone
Mountainbike-Olympiasieger Nino Schurter, …
Mountainbike-Olympiasieger Nino Schurter, …
Foto: Getty Images
oder Ex-Skirennfahrerin und Olympiasiegerin Dominique Gisin.
oder Ex-Skirennfahrerin und Olympiasiegerin Dominique Gisin.
Foto: Keystone
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Wie also soll der «OneMillionRun» glücken? Die Idee ist einfach: Dezentral, bei sich zu Hause, individuell soll gelaufen werden, allein, in Kleingruppen, nach Gutdünken bezüglich Distanz und Topografie. Für die Teilnahme ist keine Tracking-App notwendig, es reicht, sich auf www.onemillionrun.ch kostenlos zu registrieren und dort die gelaufenen Kilometer einzutragen. Durch das gemeinsame Ziel soll ein Gemeinschaftsgefühl entstehen.

Ihren Beitrag zugesichert hat bereits Sportministerin Viola Amherd – neben zahlreichen Topsportlern, angeführt von den Olympiasiegern Nicola Spirig, Nino Schurter, Dominique Gisin, aber auch von Idolen wie Weltklasse-Handballer Andy Schmid, OL-Weltmeister Daniel Hubmann, Rollstuhl-Marathon-Überfliegerin Manuela Schär oder der Biathlon-Olympiazweiten Selina Gasparin.

Idee entstand beim «Znacht»

Je grösser die Zahl der zurückgelegten Kilometer, desto mehr profitiert die Sporthilfe und damit der Schweizer Nachwuchs. Dank Sponsoren, Partnern und Donatoren. Der überraschende Hintergrund der Initiative: Die Idee kommt nicht direkt aus der Laufszene. Leila Soravia Bachofner, Psychologieprofessorin und Ehefrau des CEO des Auswertungsanbieters Datasport, hatte sie bei einem Nachtessen schon im Herbst: gedacht ursprünglich als Climate Run.