Zum Hauptinhalt springen

AufgetischtIm China-Stübli

Die Testesserin vermutet zwischen Vor- und Hauptspeise coronabedingte Verzögerungen.

Das Rindfleisch im Restaurant Huayuan ermuntert einen wiederzukommen.
Das Rindfleisch im Restaurant Huayuan ermuntert einen wiederzukommen.
Foto: Katja Zellweger

China ist ja in aller Munde seit dem Corona-Virus, das Trump so beharrlich wie rassistisch als «China-
Virus» oder «Wuhan-Virus» benennt. Was weniger in aller Munde ist: die chinesische Esskultur. Zu dritt
machen wir uns auf ins Restaurant Huayuan im Fischermätteli, das noch den Charme der Quartierbeiz
verströmt. Eine stämmige Bartheke wird hier kombiniert mit chinesischen Dekoelementen, auch gibt es
eine Terrasse unter Platanen. Wir werden vom Personal in Schutzmasken bedient – ein
gewöhnungsbedürftiges Bild. Darum dominiert natürlich Corona das Gespräch. Wir kommentieren die
plastifizierte Karte – neuerdings sind ja QR-Codes und online abrufbare Menüs hygienischer als analoge
Karten, auch tragen wir uns freiwillig in einer Tracking-Liste ein. Die vielen Bilder helfen bei der Auswahl.
Wir haben zwar Lust auf chinesische Küche, aber für eine Peking-Ente, rot geschmorte Schweinefüsse
oder gar Schweineohren in rotem Chiliöl entscheidet sich dann doch niemand – dafür wähnen wir uns an
einer Adresse, die nicht nur chinesische Küche für Europäer bietet. Der seit 2012 hier tätige Besitzer
hat auch eine Reiseagentur, somit landen hier – normalerweise – viele chinesische Reisende.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.