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«Wilder»-Schauspieler Marcus Signer«Ich musste mir den Kägi zuerst ausdenken, um ihn zu verstehen»

Mindestens zwei Eigenschaften teilt er nicht mit Bundespolizist Kägi, den er in der TV-Serie «Wilder» verkörpert. Schauspieler Marcus Signer über Charakterunterschiede, seine Unabhängigkeit – und Elvis Presley.

«Ich musste mir Kägi ausdenken»: Marcus Signer über seine Rolle in der TV-Serie «Wilder».
«Ich musste mir Kägi ausdenken»: Marcus Signer über seine Rolle in der TV-Serie «Wilder».
Foto: Keystone

Marcus Signer, Sie sagten einmal, als junger Schauspieler hätten Sie Angst gehabt, «verbraten» zu werden.

Ja, das war der Grund, warum ich lange keinen Agenten hatte. Ich dachte immer, sobald man jemanden hat, der einem die Rollen vermittelt, verliert man die Freiheit, sich selber zu entscheiden. Ich wollte nicht in irgendeiner Sitcom wie «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» enden. Ich möchte das nicht schlechtreden, aber es wäre nicht das gewesen, was mich interessierte.

Heute sind Sie kein «Bratwurstpromi» und trotzdem erfolgreich. Dank dieser Unabhängigkeit?

Kann schon sein. Ich habe meine Rollen immer mit Bedacht gewählt. Vielleicht, weil ich verhindern wollte, auf etwas reduziert zu werden, was nur ein Teil meines Könnens ist. Ich wollte jederzeit Nein sagen können, um nicht in festgefahrene Bahnen zu geraten. Nicht an einem Stadttheater in fünf Produktionen pro Saison spielen zu müssen, bis man nicht mehr weiss, wo einem der Kopf steht. Das ist für einen Schauspieler tödlich. Ich kenne Kollegen, die ausgeblutet sind, krank wurden, die Freude am Beruf verloren.

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