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Neues Album von Sufjan Stevens«Ich habe dich geliebt und getrauert»

Der tiefreligiöse Sänger Sufjan Stevens befasst sich auf «The Ascension» mit dem Mythos Amerika.

Rückbesinnung auf das vermeintlich Banale: Indie-Musiker Sufjan Stevens.
Rückbesinnung auf das vermeintlich Banale: Indie-Musiker Sufjan Stevens.
Foto: PD

Dass es ein Neuanfang für Sufjan Stevens werden musste, war klar. Auf «Carrie & Lowell» war der Indie-Musiker seiner schwierigen Kindheit und dem Tod seiner Mutter nachgegangen und hatte das wohl schönste, aber auch deprimierendste Album des Jahres 2015 geschaffen. Was kann einem so grandiosen, schweren Werk folgen?

Untätig war Stevens nicht. Neben einigen Kollaborationen, etwa mit seinem Stiefvater Lowell Brams, ist besonders sein Beitrag zum Soundtrack des Films «Call Me by Your Name» in Erinnerung geblieben.

Für das neue Album «The Ascension» hat sich Stevens nach der belastenden Aufarbeitung der eigenen Biografie ins Klischee geflüchtet. Jeder Songtitel auf dem Album sei eine Plattitüde, gibt er im Interview mit dem britischen Musikmagazin «The Quietus» freimütig zu. Oft würden solche Phrasen als bedeutungslos abgetan, aber er brauche sie derzeit dringend als Handlungsanweisung und Ratschlag. «Diese Sätze werden über die Generationen weitergegeben, weil sie uns durch den Tag bringen», fordert Stevens die Rückbesinnung auf das vermeintlich Banale. Ausserdem dürfe man die simplen Slogans nicht den Rechten überlassen.

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