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Verbotene Demo in BernHunderte gehen gegen «Corona-Diktatur» auf die Strasse

Am Samstag haben in Bern erneut Menschen gegen die Massnahmen der Behörden demonstriert.

Eine ältere Dame stört sich an der Demonstration an den Corona-bedingten Massnahmen.
Eine ältere Dame stört sich an der Demonstration an den Corona-bedingten Massnahmen.
Peter Klaunzer (Keystone)

In der Stadt Bern demonstrierten am Samstag Hunderte Menschen friedlich gegen die Einschränkungen wegen Corona. Wegen des geltenden Versammlungsverbots war die Veranstaltung illegal. Die Polizei verzichtete darauf, Gummischrot oder Tränengas einzusetzen. Grund seien die Verhältnismässigkeit und die verletzlichen Personen in der Menschenmenge gewesen. Verhaftungen gab es keine, jedoch wurden einzelne Personen angezeigt. Das Spektrum der Demonstranten war sehr breit, sowohl Kinder wie auch ältere Menschen nahmen teil. Wie bereits vergangene Woche (der «Bund» berichtete) waren Transparente gegen Impfungen und die 5G-Technologie zu sehen.

Als Urheber der Kundgebungen gilt Alec Gagneux, der bereits Alternativveranstaltungen zum WEF organisiert hat und Mitinitiant der Ecopop-Initiative gewesen ist. Berns Sicherheitsdirektor Nause zeigte sich «irritiert» über das Verhalten der Demonstrierenden: «Aus epidemiologischer Sicht blutet mir das Herz.» Er gehe davon aus, dass es zu Neuansteckungen gekommen sei.

cse/sik/sda

8 Kommentare
    Paul Simmen

    Zu denken gibt mir, dass an diese Demo urteilsunfähige Menschen (z.B. Kinder) mitgenommen und dem Risiko einer Ansteckung bewusst ausgesetzt worden sind. Es darf zudem nicht sein, dass Menschen dazu genötigt werden, als lebender Schutzschild bei der Wahrung eigener Interessen eingesetzt zu werden. Den Veranstaltern dieser Demo war von vornherein klar, dass die Polizei die Taktik und die Mittel des Einsatzes verhältnismässig zu den anwesenden Personen wählen wird. Wollten die Veranstalter und die Demonstranten mit ihrem Vorgehen einfach einfach ‚den eigenen Arsch‘ retten?