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Hier lebt man in Zürich am günstigsten

Je nach Wohngemeinde bleibt Ihnen viel mehr Geld übrig. Finden Sie heraus, ob sich ein Umzug für Sie lohnt.

Nur Platz 21 von 26 Kantonen: Zürich schneidet in der neuen Studie der Credit Suisse schlecht ab. Diese hat berechnet, wo man in der Schweiz am günstigsten lebt. Das frei verfügbare Einkommen – also das, was nach Abzug sämtlicher wohnortsgebundener Kosten übrig bleibt – ist in Zürich kleiner als in den meisten anderen Kantonen.

Das ist vor allem auf die hohen Fixkosten zurückzuführen. Zürich hat zwar vergleichsweise tiefe Einkommens- und Vermögensteuern, dafür sind Mieten, Immobilienpreise, externe Kinderbetreuung und Krankenkassenprämien teuer.

Wie in anderen Kantonen zeigt sich jedoch, dass die finanzielle Wohnattraktivität je nach Gemeinde sehr unterschiedlich ist – in Zürich sogar besonders. Hier können Haushalte ihren Wohnort aus einer breiteren Auswahl von städtischen, suburbanen und ländlichen Gemeinden wählen.

Das höchste frei verfügbare Einkommen («Regional Disposable Income», RDI) hat die Gemeinde Berg am Irchel. Aber auch Volken, Marschwanden, Bachs und Buch am Irchel sind finanziell gesehen attraktiver als beispielsweise Zumikon, Küsnacht, Kilchberg oder Erlenbach. Am unattraktivsten ist die Stadt Zürich, die den Schlussrang des kantonalen Rankings belegt. Hier bleibt einem Haushalt weniger Geld für den freien Konsum übrig als in allen anderen Gemeinden.

Als Beispiel: Das frei verfügbare Einkommen einer Familie mit zwei Kinder, die in der Gemeinde Islisberg wohnt und ein Einkommen von 150’000 Franken hat, beträgt nach Abzug aller Kosten 72'400 Franken. In der Stadt Zürich bleiben der gleichen Familie mit demselben Einkommen am Ende des Jahres durchschnittlich nur 38'900 Franken übrig.

Innerhalb der Stadt gibt es allerdings grosse Unterschiede. Mieten und Immobilienpreise unterscheiden sich in der Stadt von Quartier zu Quartier erheblich. Entscheidend ist also, in welchem Kreis die Familie wohnt.

In den Kreisen 11 und 12 bleiben der Familie immerhin 47'800 beziehungsweise 45'700 Franken für den privaten Konsum übrig. Das Zürcher Seefeld hingegen ist der finanziell unattraktivste Wohnort im Kanton. Hier stehen der Familie Ende Jahr nur noch 18'100 Franken zur Verfügung. Das sind 62 Prozent weniger als im Kreis 11.

Frei verfügbares Einkommen der Zürcher Stadtkreise. (Grafik: Credit Suisse)
Frei verfügbares Einkommen der Zürcher Stadtkreise. (Grafik: Credit Suisse)

Zürich-Nord hat demnach Kostenvorteile gegenüber der Innenstadt. Für Haushalte im Seefeld und den Kreisen 1 und 6 würde sich finanziell gesehen ein Wohnortwechsel lohnen – in ein anderes Stadtquartier oder gar eine andere Gemeinde.