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Hayek setzt auf Standort Schweiz

Einen «Tsunami» würde der SNB-Schock auslösen, sagte der Swatch-Chef als Thomas Jordan die Untergrenze aufhob. Nun legt Hayek Jahreszahlen vor und bekennt sich zum hiesigen Werkplatz.

Der weltgrösste Uhrenkonzern Swatch Group hat 2014 deutlich weniger verdient. Der Reingewinn fiel gegenüber dem Vorjahr um 26,6 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Franken.

Der Umsatz des Konzerns mit seinen 20 Marken weitete sich netto um 3,0 Prozent auf 8,7 Milliarden Franken aus, wie die Swatch Group mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen wäre Swatch um 4,5 Prozent gewachsen, Währungseffekte drückten die Erlöse aber um 1,5 Prozent oder 138 Millionen Franken. Weitere 200 Millionen Franken an Umsatz kostete der Brand bei der Tochtergesellschaft ETA.

Trotz der Turbulenzen in den Währungen will Swatch eine unveränderte Dividende von 7.50 Franken pro Inhaberaktie und 1.50 Franken pro Namensaktie ausschütten.

Das Jahr 2015 habe mit einem «starken Januar sehr vielversprechend» begonnen, schreibt der von Nick Hayek geführte Konzern. Allerdings macht er nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses eine Einschränkung: «Natürlich gerechnet in Lokalwährungen.»

Aktie verliert an Wert

Nach einem überraschend starken Gewinnrückgang haben sich die Anleger von den Aktien des Uhrenkonzerns Swatch getrennt. Die Titel des Weltmarktführers fielen im frühen Handel um bis zu 7,4 Prozent. Danach setzte eine leichte Teilerholung ein.

Gegen 10 Uhr notierte die Swatch-Inhaberaktie noch 4,3 Prozent schwächer auf 371 Franken. Der Weltmarktführer hat zwar im vergangenen Jahr mehr umgesetzt, sowohl der Betriebsgewinn (Ebit) als auch Reingewinn waren aber rückläufig und verfehlten zudem die Schätzungen recht deutlich.

«Die Margen sind die Hauptsorge», kommentierte die Bank Barclays. Die Erwartungen an die Zahlen seien ohnehin schon relativ tief gewesen, erklärte die Analystin Helen Brand. Sie verwies zudem auf die erwartete Konkurrenz der Apple Watch sowie trotz des starken Frankens anhaltend umfangreiche Investitionspläne. Beim Ausblick seien aber der starke Januar sowie die Preiserhöhungen positiv.

Von insgesamt enttäuschenden Ergebnissen sprach die Deutsche Bank. Ein Gewinn um rund 10 Prozent unter den Erwartungen deute darauf hin, dass die Gruppe zwar durchaus in einer guten Position für Marktanteilsgewinne bleibe, allerdings zum Preis höherer Kosten und Investitionen.

Die Zuversicht für 2015 basiere wohl auf den Möglichkeiten, die Auswirkungen der Frankenstärke abzumildern, da einige Kosten in anderen Währungen anfielen, hiess es bei J. Safra Sarasin. Zudem hätten beispielsweise Harry Winston in den USA sowie Rivoli im Nahen Osten eine natürliche Absicherung. Allerdings sei der Erfolg der Initiativen von Swatch nicht in Stein gemeisselt.

Wie erwartet habe Swatch weiter stark in Marketing und den Aufbau eigener Boutiquen investiert, was den sehr ausgeprägten Margenrückgang erkläre, schrieb die ZKB. Das von Swatch für 2015 erwartete starke Umsatzwachstum in Lokalwährungen liege derweil klar über den ZKB-Schätzungen.

Wachstum trotz Frankenstärke

Swatch sieht sich in der Lage, trotz des stark überbewerteten Frankens weiteres starkes Wachstum in Lokalwährung «im hohen einstelligen Bereich» zu generieren und gleichzeitig «weitere gesunde Gewinne» zu erwirtschaften.

Die Gruppe werde ihre langfristige Strategie der Investitionen in Innovationen, Maschinen, die Distribution wie auch in die Mitarbeiter weiterführen wie bisher und auch den Produktionsstandort Schweiz weiter ausbauen.

Vergangenes Jahr wurden konzernweit über 2100 neue Arbeitsstellen geschaffen. Allein in der Schweiz waren es 770 neue Arbeitsstellen, hauptsächlich in der Produktion. Per Ende 2014 beschäftigte die Gruppe mehr als 35'500 Mitarbeitende.

(SDA)

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