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Interview mit der Bundespräsidentin«Hausarrest oder Ausgangssperren hätten die Leute nicht mitgetragen»

Simonetta Sommaruga sagt im grossen Gespräch zum Jahreswechsel, was die Schweiz im Kampf gegen das Virus falsch machte. Warum es gut ist, Handynummern von ausländischen Ministern zu haben. Und woraus sie Hoffnung schöpft.

Drei eindrückliche Momente im Jahr der Bundespräsidentin.
Video: Tamedia

Frau Bundespräsidentin, aktuell sterben in der Schweiz jeden Tag rund 80 Menschen an Covid-19. Die Stimmung im Land ist aufgeheizt, das Vertrauen in die Regierung angeschlagen. Wie konnte es so weit kommen, dass wir uns jetzt, am Ende des Jahres, an einem solchen Tiefpunkt samt Teil-Lockdown befinden?

Ich würde nicht von einem Tiefpunkt sprechen. Wir reden hier von einer Pandemie, die lange dauert und die auf und ab geht. Als das Virus Anfang Jahr ausbrach, war das ein Schock für das ganze Land. Der Bundesrat übernahm den Lead und ordnete die ausserordentliche Lage an – und zwar schnell. Dann kam aber rasch die Forderung der Kantone auf, wieder Verantwortung zu übernehmen. Das war ja auch richtig so, die Zahlen haben sich entspannt. Gegen Herbst hat sich die Situation wieder verschlechtert.

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