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Linke Gegner lancieren KampagneGrüne und Junge Alternative kämpfen gegen die neue Berner Festhalle

In der schwierigen Finanzlage solle in lokale Kultur und in den sozialen Ausgleich statt in den Bau einer neuen Festhalle investiert werden, argumentieren die Gegner.

So soll die neue Berner Festhalle aussehen. A, 7. März ist das Stadtberner Stimmvolk an der Reihe.
So soll die neue Berner Festhalle aussehen. A, 7. März ist das Stadtberner Stimmvolk an der Reihe.
zvg

Das Grüne Bündnis und die Junge Alternative wollen verhindern, dass sich die Stadt Bern finanziell an der neuen Festhalle beteiligt. Die beiden Parteien haben am Montag ihre Kampagne gegen den städtischen Investitionsbeitrag präsentiert, der am 7. März vors Volk kommt.

«Nein zu öffentlichen Geldern für private Rendite» lautet der Slogan der Gegner. In der aktuellen schwierigen Finanzlage dürfe es nicht sein, dass die Stadt Bern einen A-fonds-perdu-Beitrag spreche, um in erster Linie die Rendite der privaten Investoren zu erhöhen.

Das Geld sollte besser in lokale Kultur und in den sozialen Ausgleich investiert werden. Mit 15 Millionen Franken könne die Stadt beispielsweise die Beiträge für die direkte Kulturförderung während drei Jahren verdoppeln. Schliesslich stecke das städtische Kulturschaffen tief in der Covid-Misere.

Zur neuen Festhalle werden den Stimmberechtigten am 7. März zwei Vorlagen unterbreitet. Nebst dem Investitionsbeitrag befindet das Volk auch über die Überbauungsordnung.

Das Grüne Bündnis und die Junge Alternative haben beide die Nein-Parole zum Investitionsbeitrag beschlossen. Bei der Überbauungsordnung sind sie sich uneins: Das GB sagt Ja, die Junge Alternative Nein.

SDA/nfe

6 Kommentare
    T .T.

    Die Stadt soll Schulhäuser billiger bauen, die weniger dringlichen (aber dennoch notwendigen) Investitionen und Unterhaltsarbeiten an der eigenen Infrastruktur zurückstellen, Sanierungen wie beim Marzilibad oder Wilerbad etappieren (weil das Geld fehlt), alle "Nice to have"-Ausgaben wegsparen usw. Aber 15 Millionen als Geschenk an ein gewinnorientiertes Privatunternehmen, die hat man natürlich in der Portokasse. Wenn diese 15 Millionen wenigstens als Investition vorgesehen wären, also zu einem Miteigentum der Stadt an der neuen Festhalle führen würden oder von den Betreibern verzinst werden müssten, dann könnte man ja noch darüber diskutieren.

    Aber als bedingungsloses Geschenk und das in einer Zeit, in welcher jährliche Sparpakete in der Höhe von gegen 50 Millionen geschnürt werden müssen, das ist schlicht verantwortungslos.