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Exotische Arten ohne FeindeGrau gegen Rot

Eichhörnchen aus Amerika könnten bald ins Tessin einwandern. Gegenüber ihren europäischen Verwandten sind sie im Vorteil – nicht nur aufgrund ihrer imposanten Grösse.

Grauhörnchen sind deutlich grösser als die einheimischen Eichhörnchen.
Grauhörnchen sind deutlich grösser als die einheimischen Eichhörnchen.
Foto: Sandra Gloor

Morgens klopft es jetzt wieder öfter an die Balkontür. Das Geräusch stammt von einem flauschigen Fellbündel, das wiederholt gegen die Glasscheibe springt, vielleicht aus Neugier auf das Zimmer dahinter. Erst wenn das Tier eine Bewegung hinter der Tür bemerkt, flitzt es drei Stockwerke senkrecht an der Hauswand nach unten. Der morgendliche Besucher ist eines von vielen Eichhörnchen, die in dem Münchner Hinterhof herumhüpfen. Manche haben ein milchkaffeebraunes Fell, andere ein fuchsrotes. Doch auch graue und fast schwarze Tiere sind darunter. Das heimische Eichhörnchen gibt es in vielen Farbvarianten. Die grauen unter ihnen haben hierzulande allerdings oft keinen guten Ruf. Sie stehen – zu Unrecht – im Verdacht, Vertreter einer eingewanderten Art zu sein.

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