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Genie oder Taugenichts

Der Penalty entscheidet über Freude und Verzweiflung eines ganzen Volkes.

Der Taugenichts und das Genie: Hollands Wesley Sneijder scheitert mit seinem Penalty an Argentiniens Goalie Sergio Romero. Foto: Diego Azubel/Keystone
Der Taugenichts und das Genie: Hollands Wesley Sneijder scheitert mit seinem Penalty an Argentiniens Goalie Sergio Romero. Foto: Diego Azubel/Keystone

Es ist wie verhext, plötzlich scheint der Ball nicht mehr ein Freund zu sein. Der Mann, der gegenübersteht und Faxen macht, wird zur riesigen Spinne, das Tor schrumpft. Das Penaltyschiessen kann beginnen.

Aus der für einen Weltklassespieler normalerweise recht einfachen Übung macht die psychologische Situation eine höchst schwierige Mission. Der Penalty ist nicht mehr einfach ein Schuss aus elf Metern, der zwischen zwei Pfosten, die sieben Meter von einander entfernt sind, im Netz landen muss. Er entscheidet über Freude oder Verzweiflung eines ganzen Volkes. Und vor allem: Er macht aus dem Schützen einen Helden oder einen Verräter, ein Genie oder einen Taugenichts. Dank dem wird man Weltmeister, schreibt man Geschichte. Das Gewicht, der Druck sind unbeschreiblich. Nur ein aussergewöhnliches Individuum kann diese Verantwortung übernehmen.

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