Zum Hauptinhalt springen

So viele Jobs kostet die Corona-Krise+++ SBB bauen Cargo-Lokführer-Stellen ab +++ Komax will 70 Stellen abbauen

Seit Beginn der Corona-Krise fallen in der Schweiz Tausende Jobs weg. Fast täglich kündigen Firmen Entlassungen an. Die Übersicht.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Besonders hart trifft es die Reisebranche (–3000 Stellen) und die Industrie (–1000).

  • Den grössten Einschnitt meldete bislang die Airline Swiss, wo 1000 Arbeitsplätze wegfallen.

LIVE TICKER

SBB streichen 45 Cargo-Lokführer-Stellen

Die SBB bauen Lokführer-Stellen im Cargo-Bereich ab – in Arth-Goldau SZ sind 45 Stellen betroffen und in Brig VS vier. Als Gründe dafür nennen die SBB die Fertigstellung der Neat und die veränderte Wirtschaftslage. Auf der anderen Seite herrscht Lokführer-Mangel im Personenverkehr.

Der Abschluss der Neat sei ein wichtiger Schritt nach langer Bauzeit, um den Güterverkehr auf der Schiene in der Schweiz, aber auch in ganz Europa zu stärken, heisst es in einer Mitteilung der SBB vom Montagabend. Dieser Schritt habe auch Auswirkungen auf den Güterverkehr in der Schweiz, vor allem auf die Art und Weise, wie er produziert werde.

Aufgrund der stagnierenden Wirtschaft und der Corona-Krise habe zudem der internationale Verkehr am Standort Arth-Goldau sowie in Brig abgenommen. Das bedeute, dass das Lokpersonal von SBB Cargo an diesen Standorten bereits ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 nicht mehr voll ausgelastet werden könne, erklären die SBB weiter.

Die Lokführerwechsel würden neu an den Grenzpunkten in Basel und Chiasso vorgenommen, und die Halte in der Zentralschweiz seien betrieblich künftig nicht mehr möglich. «Bis Ende 2022 konnte SBB Cargo jedoch Halte in der Zentralschweiz sicherstellen», schreiben die SBB.

Ein Lokführer fährt einen Güterzug von Brig nach Kandersteg. (16. Mai 2017)
Ein Lokführer fährt einen Güterzug von Brig nach Kandersteg. (16. Mai 2017)
Foto: Christian Beutler (Keystone)

Auf der anderen Seite herrscht nach Angaben der SBB beim Personenverkehr an verschiedenen Standorten ein Mangel an Lokführern. Eine Arbeitsgruppe habe für die Cargo-Lokführer von Arth-Goldau intern und extern 35 mögliche Stellen beim Personenverkehr, bei SBB Cargo International und in anderen Cargo-Depots definiert. Weitere würden folgen, heisst es.

Der Wechsel könne in mehreren Schritten bereits ab Januar 2021 erfolgen und werde spätestens per Fahrplanwechsel im Dezember 2022 abgeschlossen sein.

Am Standort Brig können gemäss SBB vier Cargo-Lokführer zum Personenverkehr wechseln. Der Standort Arth-Goldau wird spätestens Ende 2022 aufgehoben.

Komax will in der Schweiz 70 Stellen abbauen

Der Autozulieferer Komax konkretisiert seine im Oktober angekündigten Pläne zur Reduktion der Belegschaft. So sollen 70 der insgesamt 660 Stellen an den beiden Standorten in der Schweiz in Dierikon LU und Rotkreuz ZG abgebaut werden, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

31 der 70 betroffenen Stellen sollen über die natürliche Fluktuation und einige Frühpensionierungen abgebaut werden. Die darüber hinaus notwendigen Kündigungen werden bis spätestens Ende November gesprochen. Komax will alle betroffenen Mitarbeiter bei der Stellensuche unterstützen und hat auch einen Sozialplan ausgearbeitet.

Im Rahmen des nun abgeschlossenen Konsultationsverfahrens seien alle Vorschläge und Ideen geprüft worden, betonte Komax. Der Abbau sei aber unumgänglich.

GE will weitere rund 80 Jobs streichen

General Electric (GE) will im Bereich Gas-Power in der Schweiz rund 80 Stellen streichen. Betroffen ist nach Angaben der Konzerns primär der Standort in Baden AG. Im September hatte das Unternehmen bereits den Abbau von Stellen in Oberentfelden AG angekündigt.

Abbau auch in Oberentfelden

Im September hatte GE mitgeteilt, die Produktion der Stromnetzsparte GE Grid Solutions in Oberentfelden einstellen zu wollen. Nach eigenen Angaben möchte der Konzern dort 436 Stellen abbauen. Die Gewerkschaften sprechen gar von 562 Jobs, die gestrichen würden.

GE habe in den letzten vier Jahren in mehreren Abbauwellen schon Tausende Schweizer Industriearbeitsplätze vernichtet, teilten die GE-Personalvertretung sowie die Arbeitnehmerorganisationen Unia, Syna, Angestellte Schweiz und Kaufmännischer Verband mit. Sie fordern, dass GE auf den Stellenabbau vollständig verzichtet.

Man werde diese Forderung in die Konsultationen mit der GE-Führung auf schweizerischer und europäischer Ebene tragen. Gefordert sei jetzt auch der Bundesrat. Dieser müsse GE klarmachen, dass «eine weitere Zerstörung industrieller Substanz nicht toleriert wird».

Postfinance baut Stellen ab

Die Postfinance will angesichts schrumpfender Gewinne effizienter werden und baut Arbeitsplätze ab. Bis Ende 2021 werden bei der Post-Tochter rund 130 Vollzeitstellen wegfallen. Parallel dazu sollen allerdings auch rund 80 neue Stellen vor allem in neuen digitalen Geschäftsfeldern entstehen. Zudem gibt sich das Unternehmen eine neue Struktur.

Mit ihren Massnahmen will die Postfinance den seit mehreren Jahren negativen Trend beim Unternehmensergebnis stoppen und ein Abrutschen in die Verlustzone vermeiden, wie einer Mitteilung des Unternehmens vom Dienstag zu entnehmen ist. Neben den Effizienzverbesserungen sieht der Finanzdienstleister auch Investitionen in neue Geschäftsfelder vor.

Kahlschlag bei Implenia

Der Baukonzern Implenia richtet seine Strategie neu aus und plant eine grundlegende Reorganisation. Dabei soll es auch zu Entlassungen und dem Verkauf von Unternehmensteilen kommen. Das hat auch hohe Kosten und Wertanpassungen zur Folge. Insgesamt sind laut Mitteilung vom Dienstag bis 2023 bis zu 2000 Vollzeitstellen von der geplanten Restrukturierung betroffen. Geplant seien rund 750 Entlassungen, davon 250 in der Schweiz, heisst es. Die übrigen Stellen sollen an andere Eigentümer übergehen.

Implenia will ihr Geschäft auf integrierte Bau- und Immobiliendienstleistungen in der Schweiz und in Deutschland fokussieren. Nur der Tunnelbau und damit verbundene Infrastrukturprojekte sollen auch in anderen Ländern angeboten werden.

Die Schritte sollen bis 2023 Einsparungen von mehr als 50 Millionen Franken pro Jahr bringen. Die Restrukturierungskosten belaufen sich auf circa 60 Mio. Franken.

50 Mio Fr. Covid-19-Kosten

Hinzu kommen die von Unternehmen geschätzten Kosten von rund 50 Millionen Franken durch die anhaltend negativen Auswirkungen von Covid-19 im Geschäftsjahr 2020.

Entsprechend wird beim Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ein Minus von 70 Millionen Franken erwartet.

Der Tunnelbau bleibt bei Implenia.
Der Tunnelbau bleibt bei Implenia.
Foto: Urs Flüeler (Keystone/Archiv)
Huber+Suhner baut 250 Stellen ab

Der Komponentenhersteller Huber+Suhner hat in den ersten neun Monaten weniger umgesetzt und weniger Aufträge hereingeholt als in der Vorjahresperiode. Im dritten Quartal konnte der Abwärtstrend gegenüber dem zweiten aber gebremst werden. Dennoch werden nun Stellen abgebaut.

Der Umsatz schrumpfte im Zeitraum von Januar bis September um 13 Prozent auf 563,3 Millionen Franken. Bereinigt um Währungs- und Kupferpreis-Einflüsse sowie um Portfolioeffekte lag das Minus bei 12,3 Prozent, wie der Spezialist für elektrische und optische Verbindungstechnik am Donnerstag mitteilte. Der Auftragseingang ging in der Berichtsperiode um 9 Prozent auf 571,0 Millionen Franken zurück.

100 Stellen werden in der Schweiz gestrichen

Die Situation im Zusammenhang mit der Bewältigung der Pandemie habe sich im dritten Quartal weitestgehend stabilisiert, so die Mitteilung. Allerdings liege das Geschäftsniveau in den wichtigsten Märkten noch immer ein Stück entfernt von den vor Ausbruch von Corona prognostizierten Volumen. Das Unternehmen rechnet lediglich mit einer schrittweisen Erholung, die sich auch ins nächste Jahr hinein erstrecken dürfte.

Entsprechend wurde bei der Überprüfung der Strukturen hinsichtlich der neuen Rahmenbedingungen Handlungsbedarf ausgemacht. Demnach wird das Unternehmen bis Mitte 2021 den Personalbestand gruppenweit um 250 Stellen reduzieren, wovon 100 Stellen auf die Schweiz entfallen. Abgebaut werden Arbeitsplätze sowohl im Produktions- als auch im administrativen Bereich. Der ertragsschwache Standort in Brasilien wird geschlossen.

Schwierige Zeiten: Das Appenzeller Unternehmen muss Stellen streichen.
Schwierige Zeiten: Das Appenzeller Unternehmen muss Stellen streichen.
Foto: Gaetan Bally (Keystone/Archiv)
Chemie-Riese streicht am Zürichsee über 100 Stellen

Die Firma Dow stellt den Forschungsbetrieb an ihrem Europahauptsitz in Horgen ein. Die US-amerikanische Chemiefirma beschäftigt dort aktuell 400 Mitarbeiterinnen. Nun kommt es zu einem markanten Stellenabbau. Dow bestätigt auf Anfrage entsprechende Informationen, die dieser Zeitung vorliegen. Betroffen seien voraussichtlich 118 Stellen, sagt Dow-Mediensprecherin Eveline Kooiman. Das interne Konsultationsverfahren ist vor kurzem zu Ende gegangen.

Der Stellenabbau betrifft in Horgen, am einzigen Dow-Standort der Schweiz, den Bereich Forschung und Entwicklung. Die Labortätigkeiten werden gänzlich aufgehoben. Der Grossteil der Aufgaben aus Forschung und Entwicklung würden an andere europäische Dow-Standorte verlagert, sagt Kooiman. Damit könne Dow das technische Know-how bündeln. Man gehe davon aus, dass die meisten Stellen bis Ende 2021 verlagert sein würden. Für jene Mitarbeitenden, für die ein Umzug nicht infrage kommt, biete Dow «individuelle Unterstützung» an.

Dow will das Bürogebäude (im Vordergrund) verkaufen. Was mit dem danebenliegenden Laborgebäude passieren wird, ist noch unklar.
Dow will das Bürogebäude (im Vordergrund) verkaufen. Was mit dem danebenliegenden Laborgebäude passieren wird, ist noch unklar.
Foto: André Springer

Der Abbau in Horgen steht laut Kooiman in Zusammenhang mit der «Reduzierung der weltweiten Personalkosten» von Dow. Die Firma mit total 36’500 Angestellten hatte schon im Juli angekündigt, rund sechs Prozent ihrer Personalkosten einsparen zu wollen. Dies, um die «langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern, während sich die Weltwirtschaft von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erholt», wie es damals hiess.

Autogrill will 200 Stellen abbauen

Die Reise-Gastrokette Autogrill plant in der Schweiz einen markanten Abbau von bis zu 200 Stellen. Am Flughafen Zürich könnten bis zu 110 Stellen betroffen sein, am Flughafen Genf zwischen 60 bis zu 90 Stellen.

Dies erklärte Autogrill Schweiz am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP in einer Stellungnahme zu einem entsprechenden Online-Artikel der Zeitung «Blick». An beiden Flughäfen seien separate Konsultationsverfahren eingeleitet worden. «Details und Entscheide stehen nicht fest, das Resultat des Verfahrens ist offen.»

Konsultationsverfahren sind gesetzlich vorgeschrieben bei Massenentlassungen. Autogrill betreibt 20 unterschiedliche Gastronomiebetriebe am Flughafen Zürich, wie eine Flughafen-Sprecherin auf Anfrage von AWP erklärte. Laut «Blick» hat die Unternehmensleitung von Autogrill das Personal über umfangreiche Abbaumassnahmen an Schweizer Standorten informiert.

Grund für die Einschnitte seien die Einbrüche der Flugbranche und der daran beteiligten Unternehmen durch die Coronakrise, erklärte Autogrill Schweiz: «Infolge der andauernden Pandemie und volatilen Einreisebeschränkungen verharren die Flugprognosen und das damit verbundene Passagieraufkommen an den Flughäfen Zürich und Genf nun auch mittel- bis langfristig auf tiefem Niveau.»

Wenn die Fluggäste ausbleiben, hat auch das Autogrill-Restaurant am Flughafen in Kloten fast nichts mehr zu tun.
Wenn die Fluggäste ausbleiben, hat auch das Autogrill-Restaurant am Flughafen in Kloten fast nichts mehr zu tun.
Foto: Ennia Leanza (Keystone/Symbolbild)
Ruag International verschärft Sparkurs

Der Absturz der Luftfahrt in der Coronakrise und die Aufspaltungskosten haben bei Ruag International nun auch Auswirkungen auf die Angestellten. Bis zu 150 Stellen werden bis Ende 2021 abgebaut, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Im Fokus ist dabei der Bereich der globalen Support-Funktionen des Unternehmens, der etwa die IT oder das Personalwesen umfasst. Derzeit bietet er noch insgesamt 450 Vollzeitstellen. Von diesen soll nun also etwa ein Drittel gestrichen werden.

Man strebe für alle Mitarbeitenden «faire und sozialverträgliche Lösungen» an, hiess es in dem Communiqué weiter. In der Schweiz sei konkret ein Sozialplan vorgesehen. Ausserdem soll der Rückgang soweit möglich über natürliche Fluktuation oder Pensionierungen auffangen werden.

Das Logo der Ruag International am Sitz in Genf. (2009)
Das Logo der Ruag International am Sitz in Genf. (2009)
Foto: Olivier Vogelsang (Edipresse)

Wie es nun geschäftlich weitergeht, ist gemäss dem Unternehmen schwierig abzuschätzen. Zum jetzigen Zeitpunkt gehe man davon aus, das es einige Jahre dauern werde, bis die aviatiknahen Segmente wieder Auslastungen auf Vorkrisenniveau haben werden.

Reinverlust im ersten Halbjahr

Der Luft-, Raumfahrt und Rüstungskonzern hatte im ersten Halbjahr einen Reinverlust von 48 Millionen Franken erlitten. Insbesondere die beiden in der Luftfahrt tätigen Geschäftsbereiche Flugzeugstrukturbau und Flugzeugunterhalt hätten die Auswirkungen der Coronapandemie deutlich gespürt.

Seit Anfang Jahr operiert Ruag International als eigenständiges Unternehmen und soll in den nächsten Jahren weiterentwickelt und schrittweise privatisiert werden. Mit der Bilanzspaltung, die der Bundesrat am 22. April zur Kenntnis genommen hat, wurde die Entflechtung per Mitte 2020 materiell abgeschlossen.

Coca Cola baut in der Schweiz bis zu 120 Stellen ab

Der Getränkekonzern Coca Cola baut in der Schweiz bis zu 120 Stellen ab. Die Corona-Pandemie habe den Getränkemarkt vor grosse Herausforderungen gestellt und die Krise beschleunige die bei bereits aufgegleiste Transformation, teilte Coca Cola HBC Schweiz mit.

Der Stellenabbau in der Schweiz solle sozial verträglich ausgestaltet werden. Im Fokus stehen den Angaben zufolge strukturelle Anpassungen am Hauptsitz in Brüttisellen sowie bei nicht profitablen Bereichen des Unternehmens. Insgesamt beschäftigt Coca Cola an zwei Produktionsstandorten in der Schweiz rund 650 Mitarbeitende. (sda)

Stiller Job-Abbau bei KMU

Von der Öffentlichkeit unbemerkt sind bis zur Jahresmitte mehrere Zehntausend Arbeitsplätze in der Schweiz vernichtet worden, wie Recherchen dieser Zeitung zeigen.

Allein das Hotel- und Gastgewerbe, die Personalverleiher sowie Coiffeure und andere persönliche Dienstleister verzeichneten als Folge der Covid-Krise einen Rückgang der Beschäftigtenzahl von mehr als 60’000, wie die Beschäftigungsstatistik des Bundesamts für Statistik zeigt. Dieser stille Jobabbau vollzieht sich in den kleinen und mittleren Unternehmen, die im Einzelfall vielleicht ein bis zwei Arbeitsplätze und nur selten mehr als zehn streichen.

Swiss-Chef spricht über Entlassungen

Der abtretende Swiss-Chef Thomas Klühr hat in einem Interview einen Stellenabbau angekündigt. In den nächsten zwei Jahren sollen 1000 Jobs verschwinden. «Wir setzen auf Einstellungsstopp, Teilzeitmodelle mit Lohnverzicht und frühzeitige Pensionierung», sagt er zu CH Media. Klühr hat diese Woche überraschend bekannt gegeben, dass er auf Ende Jahr zurücktritt. Über seine Nachfolge soll noch bis Ende Jahr entschieden werden.

Thomas Klühr verlässt die Swiss in einer schwierigen Zeit.
Thomas Klühr verlässt die Swiss in einer schwierigen Zeit.
Foto: Alexandra Wey (Keystone)

Klühr verlässt den Kommandostand der Swiss in einer für die Luftfahrt äusserst schwierigen Zeit. Die Swiss ist von der Coronakrise hart getroffen worden. Während des Lockdowns konnten nur noch vereinzelt Flüge durchgeführt werden und bis heute ist das Hochfahren des Flugbetriebs angesichts verschiedener Reisebeschränkungen schwierig. Pro Tag verliert Unternehmen rund eine Million Franken. Das Vorkrisenniveau dürfte frühestens 2024 wieder erreicht werden.

Bei der SRG fallen 250 Stellen weg

Die Auswirkungen der Coronakrise erhöhen den Spardruck bei der Schweizerischen Radio und Fernsehgesellschaft SRG. Das Unternehmen hat deshalb einen Sparplan in Höhe von 50 Millionen Franken angekündigt. Vorgesehen ist ein Abbau von 250 Vollzeitstellen bis 2024. Der Grossteil des Abbaus soll über die natürliche Fluktuationen erfolgen, Entlassungen seien aber nicht zu vermeiden, heisst es bei der SRG. (SDA)

SRF Radiostudio in Zürich (Samuel Schalch)
Beim Hotel Swissôtel in Oerlikon sind 270 Stellen bedroht

Das Hotel Swissôtel ist das eigentliche Wahrzeichen von Oerlikon. Doch nun drohen die 347 Zimmer leer zu bleiben, denn das Hotel wird gemäss «Blick» seine Türen schliessen. Corona habe dem Hotel zugesetzt, der Messestandort Zürich sei klinisch tot, am Flughafen laufe gar nichts. 270 Angestellte sollen betroffen sein.

Abbau beim Flughafen Genf

In einem Communiqué teilt der Flughafen Genf mit, dass 56 Stellen wegfallen. Dafür werden einzelne befristete Verträge nicht verlängert, die natürliche Fluktuation genutzt und es kommt zu Frühpensionierungen. «Es wurde eine Reihe weiterer Sparmassnahmen ergriffen, wie die Reduzierung von Zeitarbeitskräften und Ausbildungskosten, die Kürzung oder Abschaffung von Prämien und das Einfrieren von Rentenzahlungen», heisst es in der Mitteilung. Die Sparmassnahmen sollen bis 2021 zu einer 10 Prozent tieferen Lohnsumme führen.

Die Zahl der Stellensuchenden steigt

Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich meldet einen starken Anstieg der Stellensuchenden. Die Zahl kletterte von rund 155 000 anfangs Jahr auf aktuell rund 188 000.

Bank BNP Paribas streicht in Genf 120 Stellen

Die Genfer Bank BNP Paribas steigt aus der Transaktionsfinanzierung im Rohstoffsektor aus, dies geht aus einer Medienmitteilung hervor. Das Institut prüft nun Massnahmen, welche den Abbau von bis zu 120 Stellen in Genf bedeuten könnten.

Weniger Mitarbeiter bei Swissport

Beim Flughafendienstleister Swissport sind in der Schweiz seit Jahresbeginn 368 Stellen weggefallen. Laut der Pressestelle fand kein regulärer Stellenabbau statt. Der Rückgang bei der Mitarbeiterzahl von 4621 auf aktuell 4253 erkläre sich durch den im Februar verhängten Einstellungsstopp sowie die normale Fluktuation, Pensionierungen, die Nicht-Verlängerung von befristeten Verträgen und Kündigungen während der Probezeit.

Zürichsee-Gastro baut zwölf Stellen ab

Zürichsee-Gastro muss aufgrund der Corona-Pandemie den Gürtel enger schnallen. «Da die Passagierzahlen und damit auch der Gastro-Konsum stark eingebrochen sind, haben wir uns schweren Herzens dazu entschieden, auf den umsatzschwachen Rundfahrten keine Bewirtung mehr anzubieten», sagt Roland Thalmann, Geschäftsführer der R.T. Gastro AG und Pächter der Zürichsee-Gastro. Betroffen sind zwei Linien ab Zürich. Dies hat auch für die Angestellten Konsequenzen: Zürichsee-Gastro baut zwölf Stellen ab.

Migros-Tochter Saviva entlässt 25 Angestellte

Migros-Tochter Saviva bekommt als Gastrolieferant die Coronakrise zu spüren. Wegen des starken Geschäftsrückgangs kommt es beim Gastroliefrerant zu einem Stellenabbau. Ende August wurde 25 Mitarbeitenden gekündigt, bestätigte die Migros gegenüber AWP einen Artikel des «Blick» (Link zum «Blick»-Artikel).

Die Coronakrise habe der Gastronomie-Branche in der ganzen Schweiz schwer zugesetzt, heisst es in einer schriftlichen Stellungnahme. Die Aufträge seien stark zurückgegangen und eine Erholung sei nicht in Sicht.

165 Kommentare
    res friedli

    SBB informationspolitik für den alltag:

    keiner begreift, weshalb man monatelang vom lokführermangel liest (einem mega-planungsflop der SBB) und dann liest man plötzlich von lokführer-entlassungen bei SBB cargo. statt übergreifender lösungen bringen die SBB stets bloss noch probleme in die öffentlichkeit.

    keine lokführer und ein gänzlich unbrauchbarer neuer schüttelbecher-intercity-zug von bombardier, in dem das arbeiten unmöglich ist.

    was für eine zumutung für kunden ist dieses SBB management geworden?

    wann endlich klärt hier der bundesrat und wann bessert sich die einst so gloriose SBB, heute ein sorgenkind und nur wenig besser als die zusätzlich korrupte BLS-führung, die jahrelang hinterzogen hatte, unter billigung des „nichtwissenden“ BLS-verwaltungsrats.