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Farblose ArchitekturGebaute Langeweile in der Wankdorf-City

So was von gestern: Was sich im Norden Berns als Zukunftsvision darstellt, entspricht den Vorstellungen des frühen 20. Jahrhunderts.

Häuserschluchten und die rechtwinklige Anordnung der Bauten: Die Monotonie der Fassaden und Strassen in der Wankdorf-City lädt kaum zum Verweilen ein.
Häuserschluchten und die rechtwinklige Anordnung der Bauten: Die Monotonie der Fassaden und Strassen in der Wankdorf-City lädt kaum zum Verweilen ein.
Franziska Rothenbühler

Bern zeigt sich gerne von seiner schönsten Seite. Denken wir an die Altstadt als Unesco-Kulturerbe mit ihrem imposanten Münster und dem Zytglogge, an das Bundeshaus mit seiner beeindruckenden Aussicht von der Bundesterrasse oder an den Rosengarten. Diese Orte laden zum Verweilen und zum Geniessen ein. Fährt die Touristin hingegen mit der Bahn von Osten an oder schaut der Pendler in seinem täglichen Rhythmus aus dem Zugfenster, dann zeigt sich bei der Durchfahrt rund um den Bahnhof Wankdorf ein anderes Bild. Hier stehen von zahlreichen Firmen in kurzer Zeit hochgezogene, nichtssagende Gebäude mit charakterlosen und langweiligen Fassaden. Was sich optisch als Industriequartier und farbloses Durcheinander darstellt, ist für die Stadt Bern ein «Wirtschaftsentwicklungsschwerpunkt», ein Gebiet zwischen Bahn und Autobahn, wie in einer Klammer festgehalten.

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