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Training ohne MotorFür Lüthi heisst es: Mountainbike statt Motorrad

Seit zwei Monaten sitzt Tom Lüthi ungewohnt oft auf einem ungewohnten Gefährt, der Grund: die Corona-Epidemie. Den Berner stört das nicht. «Hauptsache, Zweirad», sagt er.

Lüthi trainiert im Wald.
SDA

Tom Lüthi würde gern wieder Motorradrennen fahren. Doch er darf nicht – und das seit zwei Monaten. Schuld ist das Coronavirus, das die Sportwelt und somit auch den Motorsport lahmlegt. Und so braucht der 33-jährige Berner eine Alternative. Diese hat er im Mountainbikefahren gefunden. Schlimm findet er das nicht, Lüthi sagt: «Hauptsache, Zweirad.»

Dass er sich auch auf diesem Zweirad wohlfühlt, merkt man beim Training schnell. Lüthi rast den Berg hinunter, über Stock und Stein, auf dem rutschigen Waldboden zeigt er Slides und Wheelies. Dass es aber dennoch nicht das Gleiche ist, weiss auch Lüthi. Er vermisst die Rennen, hofft, dass es bald wieder losgeht.

«Wenn es heisst, dass es losgeht, bin ich bereit», sagt er. Anfangs habe er noch eine Leere verspürt, weil er kein Ziel gehabt habe, auf das er habe hinarbeiten können. Der 33-Jährige erklärt: «Zu trainieren und sich fit zu halten, ohne das Datum des nächsten Rennens zu kennen, war nicht einfach.» Doch dadurch, dass derzeit die Option geprüft werde, den nächsten GP am 19. Juli in Jerez auszutragen, habe er das Gefühl der Leere überwinden können.