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Interview zu Frauenhass«Für Incels ist Sex ein Grundrecht wie Nahrung oder Wasser»

Junge Frauen nehmen nach einem Amoklauf eines sogenannten Incels Abschied von den Opfern.

Für Ihr Buch haben Sie zahlreiche Incel-Foren analysiert. Wie haben Sie die Recherche dazu erlebt?

Am Anfang war es sehr erschreckend und irritierend, da man ja sowohl mit einer Menge Menschenfeindlichkeit als auch mit einem erschütternden Selbsthass konfrontiert wird. Incels sprechen davon, dass niemand sie jemals lieben könne, und bezeichnen sich selbst als «Untermensch» oder «Abschaum». An die Vergewaltigungsfantasien gewöhnt man sich irgendwann. Einige Sachen, vor allem sexuelle Gewalt gegen Kinder, verstören jedoch nachhaltig. Der Selbsthass macht auch wütend, da Incels durch ihre Ideologie gewissermassen selbst an ihrem Leid schuld sind, aber Frauen dafür verantwortlich machen.

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