Zum Hauptinhalt springen

Dieses Auto pflügt sich durchs Krabbenmeer

So kreativ durchfährt ein Australier die grösste Krabbenwanderung der Welt.

Bahn frei: Auf der Weihnachtsinsel werden Krabben statt Schnee gepflügt. (Video: Tamedia)

Auf der Weihnachtsinsel kam ein Ferienhausvermieter auf eine ungewöhnliche Idee. Wegen der jährlichen Krabbenwanderung sind die Strassen während der Regenzeit jeweils für sechs Wochen geschlossen.

Damit er dennoch zu seinen Ferienhäusern fahren kann, hat er vor den Reifen seines Autos Pflüge angebracht. Damit bahnt er sich einen Weg durchs Krabbenmeer, ohne die Krustentiere zu verletzen.

Einzigartiges Naturphänomen

Jedes Jahr kriechen auf der Weihnachtsinsel zwischen November und Dezember über 45 Millionen rote Krabben aus ihren Löchern. Wenn die Luft so feucht ist, dass die Krabben nicht austrocknen, machen sie sich auf den Weg zur Küste. Nach ungefähr acht Kilometern Marsch tauchen sie kurz ins Meer, um ihren Wasserhaushalt zu regeln. Danach ziehen sie wieder zurück in den Wald, graben ein neues Loch und paaren sich.

Nach ein paar Tagen kehren dann die Weibchen noch einmal an den Strand zurück und lassen die Eier von den Wogen ins Meer hinaustragen. Die Eier lösen sich beim Kontakt mit dem Wasser auf. Die geschlüpften Krabbenbabys leben dann in Schwärmen als Zooplankton, bis sie aufs Land an ihren Geburtsort zurückkehren. Dies geschieht nur alle zehn Jahre – in einer Migrationswanderung, die Generationen übergreift. (scs)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch