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Reitschüler kritisieren Stadt und Stapi

Die Reitschule will die Probleme auf der Schützenmatte nicht alleine lösen. Die Stadt sei in der Verantwortung.

Noch ist unklar, ob das Neustadtlab in diesem Sommer wie 2015 stattfinden kann.
Noch ist unklar, ob das Neustadtlab in diesem Sommer wie 2015 stattfinden kann.
Bild: Valérie Chételat

Erweist der Berner Gemeinderat dem Kampf gegen den Drogenhandel auf der Schützenmatte einen Bärendienst? Zu diesem Schluss kommt das Kulturzentrum Reitschule. Gegenüber dem «Bund» sagt die Mediengruppe der Reitschule, es gebe «zu denken, wenn die Verbesserung der Situation auf der Schützenmatte für die Stadt so wenig Gewicht habe». Sie bezieht sich dabei auf den letzte Woche gefallenen Entscheid des Gemeinderats, der für den Sommer geplanten Nutzung der Schützenmatte anders als in den Vorjahren kein Geld zur Verfügung zu stellen. Der Entscheid der Stadt fiel kurz vor Beginn der temporären Zwischennutzung und war auch sonst überraschend. War es doch die Stadt, welche die sommerliche Nutzung des Parkplatzes als bespielbare Freifläche initiierte. Der inzwischen zurückgetretene Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) schwärmte oft und gerne vom sogenannten Neustadtlab.

Die Reitschule moniert denn nun auch, die «Kehrtwende» der Stadt sei ein «Abschieben der Verantwortung (...) hin zu den eh schon von der Situation Betroffenen». Dies zudem, ohne mit der Reitschule vorgängig das Gespräch gesucht zu haben. Beides erstaune, habe doch der heutige Stadtpräsident Alec von Graffenried im Vorjahr während des Wahlkampfs betont, wie wichtig ihm die Belebung der Schützenmatte sei.

Im «Bund»-Interview sagte der GFL-Politiker von Graffenried vor wenigen Tagen, er sei sicher, dass die Belebung auch ohne Gelder der Stadt möglich sei. Die Belebung an sich unterstütze man ideell weiterhin. Auch habe man für die Sperrung des Parkplatzes gesorgt.

Springt nun die Reitschule in die Bresche?

Man sei nicht bereit, «Platzwart» zu spielen, sagt die Reitschule. «Nicht wir sind in der Verantwortung, die Probleme im Raum Schützenmatte zu lösen, sondern die Stadt Bern.» Die Reitschule sei aber bereit, andere Leute und Projekte willkommen zu heissen, welche die Schützenmatte beleben. Ende Juli wird die Reitschule zudem wie in den letzten Jahren das grosse, kostenlose Open Air «No Borders, no Nations» auf der Schützenmatte organisieren.

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