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Bernd Reichert kaufte eine Liegenschaft mitsamt Besetzern

Dies ist die Geschichte eines Höngger Hausbesitzers. Und es ist die Geschichte einer Erfahrung mit Basisdemokratie, einem lecken VW-Bus und hilflosen Polizisten.

Verewigte Hausbesetzer-Poesie: Bernd Reichert in seiner Höngger Liegenschaft, die er mitsamt Hausbesetzern kaufte.
Verewigte Hausbesetzer-Poesie: Bernd Reichert in seiner Höngger Liegenschaft, die er mitsamt Hausbesetzern kaufte.
Tom Kawara
Der Briefkasten der Geschwister Müseli.
Der Briefkasten der Geschwister Müseli.
Tom Kawara
Wie viele Geschwister Müseli in Reicherts Haus wohnten, weiss er nicht. Die Matratzen seien überall im ganzen Haus herumgelegen.
Wie viele Geschwister Müseli in Reicherts Haus wohnten, weiss er nicht. Die Matratzen seien überall im ganzen Haus herumgelegen.
Carmen Roshard
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Als Bernd Reichert am 10. September um 7.30 Uhr mit dem Bauleiter in seinem Haus am Müseliweg eintrifft, um nachzusehen, ob die Geschwister Müseli, wie sich die Hausbesetzer nannten, zum vereinbarten Termin ausgezogen sind, steht die Haustür offen. Beim Anblick des Messie-Haushaltes trifft ihn fast der Schlag. Vom Keller bis zum Estrich türmen sich zerstörte Möbel, Müll und versiffte Kleider, CD-Abspielgeräte, dreckiges Geschirr und Anarchistenplakate. Als wäre alles mit einem grossen Schüttelbecher durcheinandergewirbelt und im ganzen Haus verstreut worden. Als Maschinenbauingenieur Reichert den Wasserhaupthahn im Keller öffnet, schiesst in der Küche eine Wasserfontäne aus der Wand. Beim Ausbauen der Abwaschmaschine haben die Besetzer den Wasseranschluss aus der Wand gerissen.

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