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Millionenmiete für Manor verdreifacht

Manor soll für sein Geschäft im Oscar-Weber-Gebäude künftig 19 Millionen Franken Miete zahlen. Dieser Zins ist dreimal so hoch wie bisher.

Bald Geschichte? Das Warenhaus Manor an der Bahnhofstrasse.
Bald Geschichte? Das Warenhaus Manor an der Bahnhofstrasse.
Nicola Pitaro
Der geplante Swiss-Life-Bau: So soll der heutige Manor-Standort an der Bahnhofstrasse dereinst aussehen – wenn es nach den Wünschen der Eigentümerin geht.
Der geplante Swiss-Life-Bau: So soll der heutige Manor-Standort an der Bahnhofstrasse dereinst aussehen – wenn es nach den Wünschen der Eigentümerin geht.
Visualisierung: PD
... und der Schriftzug aus dem Jahr 1995: Beide haben in der Bevölkerung grossen Bekanntheitsgrad.
... und der Schriftzug aus dem Jahr 1995: Beide haben in der Bevölkerung grossen Bekanntheitsgrad.
Keystone
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Die Warenhauskette Manor droht ihr Flaggschiff an der Zürcher Bahnhofstrasse 75 bis 79 zu verlieren. Ende Januar des kommenden Jahres läuft der 30 Jahre alte Mietvertrag aus. Die Hauseigentümerin Swiss Life verlangt nun marktübliche Zinsen, was die Manor-Führung für überrissen hält.

Nun ist der Mietzins bekannt, den Swiss Life für die 10 000 Quadratmeter auf sieben Stockwerken von der Warenhauskette verlangt. Wie das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» schreibt, hat sich der Betrag verdreifacht: Statt wie bisher 6,5 Millionen Franken jährlich soll Manor 19 Millionen Franken zahlen. Die neue Forderung entspricht einem Quadratmeterpreis von 1900 Franken. Gegenüber der «Bilanz» wollte Swiss Life diese Zahlen aber nicht kommentieren.

Martin Signer, Immobilienchef von Swiss Life, sagte zu einem früheren Zeitpunkt gegenüber dem «Tages-Anzeiger», Manor bezahle heute nur «einen Bruchteil» der marktüblichen Miete. Deshalb plane man in Zukunft ohne Manor als Mieter. Swiss Life will im Oscar-Weber-Gebäude künftig verschiedene Shops und Büros unterbringen. Dafür hat der Lebensversicherer kürzlich das Gesuch für den Umbau des Gebäudes eingereicht, dieser soll 100 Millionen Franken kosten.

Laut Signer gebe es im auslaufenden Mietvertrag eine Option auf Verlängerung um fünf Jahre. Manor habe eine Offerte zu heutigen Marktpreisen aber ausgeschlagen. Die Warenhauskette wehre sich nun vor dem Zürcher Mietgericht und argumentiere, das Angebot zähle nicht als echte Offerte – weil der Mietzins darin viel höher sei als bisher.

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