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Geschlossene Gesellschaft

Die Ureinwohner der USA wachen zunehmend streng über ihre Stämme. Neue Anwärter sind nicht willkommen, bestehende Mitglieder werden ausgebürgert. Zu Besuch bei den Narragansett von Rhode Island.

Herausgeputzte Krieger: Das Sommertreffen im Reservat der Narrangasett ist der älteste durchgehend dokumentierte Pow-Wow Nordamerikas.
Herausgeputzte Krieger: Das Sommertreffen im Reservat der Narrangasett ist der älteste durchgehend dokumentierte Pow-Wow Nordamerikas.
Tony Luong
Am Pow-Wow der Narrangansett mischt sich indianisches Brauchtum mit amerikanischer Wochenendkultur.
Am Pow-Wow der Narrangansett mischt sich indianisches Brauchtum mit amerikanischer Wochenendkultur.
Tony Luong
Kunstvoller Federschmuck: Für das Jahrestreffen putzen sich die Narragansett heraus.
Kunstvoller Federschmuck: Für das Jahrestreffen putzen sich die Narragansett heraus.
Tony Luong
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Sei willkommen, Europäer. «Komm und besieh dir das Scheitern deiner Ahnen.» John «Mosqua» Thomas, «Kriegsminister» der Narragansett, lacht und klopft dem Gast hart auf die Schulter, führt ihn ins Zentrum der Lichtung, zum Rund der Tänzer. Eben sind die Damen angetreten, drehen sich in strengen, kleinen Schritten ums Feuer, Decken am Arm wie flatternde Partner. Ein Samstagmorgen im August, die Narragansett feiern ihr Jahrestreffen. «Es ist Pow-Wow-Zeit», hat jemand mit dem Finger in den Staub einer Autoheckscheibe geschrieben. Aus dem ganzen Land reisen Stammesleute zum Reservat in Rhode ­Island. «Heute zeigen wir der Welt, dass es uns noch gibt», sagt Thomas. «500 Jahre lang wollten die Weissen uns vernichten. Es ist ihnen nicht gelungen. Willkommen.»

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