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Tipps to goFreunde, Visionäre und Götter

Eine Zeitreise zu Beethoven und Trance-Trips mit den Young Gods und Siselabonga: Das sind die drei kurzen Kulturtipps der Woche.

Beglückender Afrotrance: Siselabonga

Das Trio Siselabonga hat senegalesische, schweizerische und süditalienische Einflüsse.
Das Trio Siselabonga hat senegalesische, schweizerische und süditalienische Einflüsse.
Foto: zvg

Von einem befreundeten Musiker bekam der Luzerner Gitarrist und Sänger Clauco Cataldo einst eine Kiste voll mit afrikanischen Tonträgern. Danach gab es kein Zurück mehr. Die Liebe zur Musik aus dem Senegal verbindet die Mitglieder der Band Siselabonga, zu der neben Cataldo der senegalesische Kora-Spieler und Sänger Tarang Cissokho und der Schweizer Perkussionist Fabio Meier gehören. Griot-Gesang, Gitarre und süditalienische Einflüsse vermischen sich hier zu einer höchst beglückenden Art Afrotrance. (xen)

Kunst- und Kulturhaus Visavis, Bern, Freitag, 4. September, 20.30 Uhr

Intimer Einblick: «Beethoven und seine Zeit»

Zusammen mit der russischen Pianistin Elisabeth Leonskaja gestaltet der Berner Cellist Patrick Demenga das erste Beethoven-Konzert.
Zusammen mit der russischen Pianistin Elisabeth Leonskaja gestaltet der Berner Cellist Patrick Demenga das erste Beethoven-Konzert.
Foto: zvg

Viele Konzerte zu Ehren von Beethovens 250. Geburtstag wurden wieder abgesagt. Aber nicht alle: In der Reihe «Beethoven und seine Zeit» gibt es im Menuhin Forum bis Dezember sieben Konzerte, die im Kleinen aufzeigen, was Beethovens visionäres Werk so einzigartig macht. Die fünf Sonaten für Violoncello und Klavier geben exemplarisch Einblick in seine Entwicklung. Der Berner Cellist Patrick Demenga und die grosse russische Pianistin Elisabeth Leonskaja sind im ersten Konzert (Fr, 4.9., 19.30 Uhr) zu hören, Thomas Demenga (Cello) und die junge südkoreanische Pianistin Eunyoo An im zweiten (So, 13.9., 17 Uhr). Beethoven in hochkarätiger Besetzung – ganz intim. (mks)

Yehudi Menuhin Forum, Bern, Freitag, 4. September, 19.30 Uhr

Menschlicher Kern: The Young Gods

Noch immer gierig auf neue Klänge: Sänger Franz Treichler, Drummer Bernard Trontin und Sampler Cesare Pizzi.
Noch immer gierig auf neue Klänge: Sänger Franz Treichler, Drummer Bernard Trontin und Sampler Cesare Pizzi.
Foto: Reto Oeschger

Ihre Songtitel auf Französisch und Englisch sind manchmal ein Fall für Kryptologen, ihr diverses, 35-jähriges Schaffen kann allerhöchstens vage mit Avantgarde zusammengefasst werden. Was die Young Gods um den Üechtländer Franz Treichler auch ausmacht, ist der menschliche Kern in ihren industriell-verfremdeten bis jazzigen Soundlandschaften. Am besten lässt man sich live in die komplexen Sphären der Götter ziehen. Gut, dass sie mit ihrem letztjährigen Album «Data Mirage Tangram» wieder auf Tour sind. (cgr)

Mühle Hunziken, Rubigen, Samstag, 5. September, 21 Uhr