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«Flüchtlinge haben andere Sorgen als die Juden»

Der Historiker Daniel Gerson forscht am Institut für Judaistik der Universität Bern und ist Teil der Schweizer Delegation bei der International Holocaust Remembrance Alliance.

Herr Gerson, jüdische Organisationen fordern eine offizielle Gedenkstätte für die abgewiesenen Flüchtlinge in den Kriegsjahren. Unterstützen Sie diese Forderung?

Sie mahnten einst, die öffentliche Erinnerung fokussiere zu stark auf die Opfer. Wie meinten Sie das?

Es musste erst mit Propaganda die Stimmung erzeugt werden, damit Hitler und schliesslich die Vernichtung der Juden möglich wurden?

Politiker werden manchmal dahingehend kritisiert, dass ihre Plakate und Äusserungen Ähnlichkeit mit nationalsozialistischer Propaganda der 1930er-Jahre hätten. Ist das legitim oder simple Verharmlosung?

Rechte Parteien versuchen teilweise, Juden im Kampf gegen ein strengeres Migrationsregime einzuspannen.

Im Fokus des Diskurses stehen heute muslimische Migranten. Zu Recht?

Wie hat sich Ihrer Meinung nach die Situation mit Antisemitismus in der letzten Zeit verändert?

In letzter Zeit ist vermehrt auch vom linken Antisemitismus die Rede. Was hat es damit auf sich?

Kommen also die neuen Feinde der Juden eher von links als von rechts?