Fliegen ohne quasselnden Nachbarn

Hintergrund

Bei gewissen Fluggesellschaften hat man nun endlich seine Ruhe - wenn man dafür etwas zahlt.

Kabine einer Boeing 737: So leer ist es meistens nicht im Flugzeug.

Kabine einer Boeing 737: So leer ist es meistens nicht im Flugzeug.

(Bild: Altair78/Wikimedia/CC)

Fliegen könnte so schön sein. Wäre da nicht immer das Risiko, neben einer absolut unerträglichen Person zu sitzen. Sie stinken, sie reden pausenlos oder machen merkwürdige Geräusche - auf jeden Fall tun sie alles, damit die Reise für den Sitznachbarn zur Qual wird.

Ruhe mit der Empty Seat Option

Bei einem kurzen Flug kann das noch erträglich sein. Doch wenn es länger dauert, wünscht sich wohl der ein oder andere Passagier, er hätte doch einfach den Platz neben sich auch noch reserviert. Wenn doch nicht das zusätzliche Ticket so teuer wäre. Einige Airlines bieten nun eine Lösung für dieses Problem. Eine, von der sie auch selbst etwas haben. Bei Air Asias Langsteckentochter Air Asia X ist das die Empty Seat Option. Reisende der malaysischen Fluggesellschaft können damit sogar zwei Plätze neben sich buchen und so fast schon eine richtige Liege in der Economy Class ihr eigen nennen. Reist man zu zweit, hat man die Möglichkeit, den verbleibenden Platz zu buchen. Und das für ziemlich wenig Geld, wenn sie Glück haben.

Geld zurück

Air Asia arbeitet dabei mit Optiontown zusammen, einer Internetseite, die sich auf genau solche Spezialgeschäfte spezialisiert hat. So bietet sie etwa auch Upgrade-Möglichkeiten wie mehr Beinfreiheit bei Airlines wie Aeromexico, SAS oder Air India. Reisende können sich für den Extra-Luxus anmelden. Das kostet für die Empty Seat Option einen Dollar. Wenn die Passagiere Glück haben und es noch genug freie Plätze gibt, kann der Platz neben ihnen dann sogar nur sechs Dollar kosten. Falls es freie Plätze gibt, erfahren die Reisenden das 72 Stunden vor Abflug, falls nicht, erhalten sie ihr Geld zurück.

Für wenig Geld

Auch KLM bietet den Passagieren zumindest die Möglichkeit, einen Sitznachbarn mit ähnlichen Interessen zu finden. Das Social Seating kann Reisenden entsprechend ihrer Interessen, die sie in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Linkedin angeben, platzieren. Mit Air New Zealands Twin Seat Option kann man ebenfalls den Sitz neben sich kaufen - der Preis soll wesentlich niedriger sein als der für ein einzelnes Ticket, variiert aber je nach Strecke und Verfügbarkeit. Ähnliches bietet Spaniens Billigfluglinie Vueling an. Mit der Option Duo kann man sich den Sitz neben sich - falls es genug freie Plätze gibt - für 60 Euro auf Inland- und für 70 Euro auf internationalen Flügen frei halten. 

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