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Betrugsfall in OrpundEx-SVP-Gemeinderat wird verdächtigt, Gemeinde betrogen zu haben

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen ehemaligen Gemeinderat von Orpund. Die Deliktsumme, die zum Teil bereits wieder zurückerstatt wurde, soll sich im sechsstelligen Bereich bewegen.

Das Gemeindehaus von Orpund und die Kirche.
Das Gemeindehaus von Orpund und die Kirche.
Homepage Gemeinde Orpund

Gegen einen ehemaligen, am 15. Januar 2021 zurückgetretenen Gemeinderat von Orpund läuft bei der Staatsanwaltschaft Abteilung Wirtschaftsdelikte ein Verfahren wegen Betrug und Urkundenfälschung. Dies teilt die Gemeinde Orpund am Donnerstag mit.

Im Rahmen seiner Verantwortung als Präsident einer nichtständigen Kommission soll der damalige Gemeinderat die Gemeinde Orpund um einen Betrag in sechsstelliger Höhe betrogen haben. Ein Teil der mutmasslichen Deliktsumme wurde der Gemeinde bereits zurückerstattet. Aussagen über die genaue Höhe der Deliktsumme können gemäss Mitteilung erst gemacht werden, sobald der Schlussbericht der beigezogenen Treuhandgesellschaft vorliegt. Auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft sei mit der Information der Bevölkerung bis zur ersten Einvernahme zugewartet worden. Der Gemeinderat will nach Abschluss des Verfahrens die Öffentlichkeit wieder informieren.

Der Name des Gemeinderats wird in der Mitteilung nicht genannt. Das «Bieler Tagblatt» hatte am 16. Januar den Rücktritt eines SVP-Gemeinderats vermeldet. Dieser war am Tag zuvor per sofort von allen Ämtern bei der Einwohnergemeinde zurückgetreten – aus gesundheitlichen Gründen, wie es damals hiess. Er war bei den Wahlen im September für eine weitere Amtszeit bestätigt worden.

1 Kommentar
    Golda Mabovitch

    Lustig wie die Betrüger immer wieder aus der Ecke SVP und FDP kommen und dann die Parteien trotzdem wieder gewählt werden.