Zum Hauptinhalt springen

Covid-19-Bezug unklarEU-Behörde warnt vor neuer Kinderkrankheit

In Europa leiden 230 Kinder an einer neuen Krankheit, deren Symptome dem Kawasaki-Syndrom ähneln. Frankreich und Grossbritannien vermelden je einen Todesfall.

230 Fälle, zwei tote Kinder: Eine EU-Behörde warnt vor einer neuen, lebensbedrohlichen Kinder-Krankheit, von der unklar ist, ob sie mit dem Corona-Virus im Zusammenhang steht. (Symbolbild)
230 Fälle, zwei tote Kinder: Eine EU-Behörde warnt vor einer neuen, lebensbedrohlichen Kinder-Krankheit, von der unklar ist, ob sie mit dem Corona-Virus im Zusammenhang steht. (Symbolbild)
KEYSTONE
Die EU-Behörde für Krankheitsvorsorge hat die neue Krankheit als mögliche Komplikation von Covid-19 eingestuft, die europaweit überwacht werden soll. (Symbolbild)
Die EU-Behörde für Krankheitsvorsorge hat die neue Krankheit als mögliche Komplikation von Covid-19 eingestuft, die europaweit überwacht werden soll. (Symbolbild)
KEYSTONE
Ein Fünfjähriger starb an den Folgen. Dort hatten Ärzte vermehrt von lokal gehäuften Fällen bei Kindern berichtet, bei der mehrere Organe angegriffen und die Herzfunktion beeinträchtigt werden könnte.
Ein Fünfjähriger starb an den Folgen. Dort hatten Ärzte vermehrt von lokal gehäuften Fällen bei Kindern berichtet, bei der mehrere Organe angegriffen und die Herzfunktion beeinträchtigt werden könnte.
KEYSTONE
1 / 8

In Europa gibt es laut einer EU-Behörde eine neue, lebensbedrohliche Kinder-Krankheit, von der unklar ist, ob sie mit dem Corona-Virus im Zusammenhang steht. Bislang seien 230 Kinder in Europa daran erkrankt und zwei gestorben, hiess es am Freitag in einem Bericht der EU-Behörde für Krankheitsvorsorge (ECDC). Die kleinen Patienten litten dabei unter Fieber und Entzündungen, die dem bekannten Kawasaki-Sydrom oder dem toxischen Schocksyndrom ähnelten. In Genf sagte der Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, er rufe Kliniken in aller Welt zur Wachsamkeit auf. Sie müssten mit den nationalen Gesundheitsbehörden und der WHO zusammenarbeiten, um die Krankheit besser zu verstehen.

Eines der verstorbenen Kinder kommt aus Frankreich. Der Neunjährige starb nach Angaben von Ärzten in der vergangenen Woche in Marseille. Er war mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen, hatte aber keine Symptome gezeigt. Französische Wissenschafter hatten am Donnerstag erklärt, in einer Pariser Klinik seien zwischen dem 27. April und dem 7. Mai 17 Kinder mit Kawasaki-ähnlichen Symptomen behandelt worden. Das andere verstorbene Kind kam aus Grossbritannien.

Die ECDC hat die neue Krankheit als mögliche Komplikation von Covid-19 eingestuft, die europaweit überwacht werden soll. Ob es einen tatsächlichen Zusammenhang gibt, ist aber unklar. Bei Covid-19 gelten eigentlich ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen als besonders gefährdet.

Schon vor Tagen waren auch im US-Bundesstaat New York mehr als 100 Fälle der neuen Krankheit registriert worden. Ein Fünfjähriger starb an den Folgen. Dort hatten Ärzte vermehrt von lokal gehäuften Fällen bei Kindern berichtet, bei der mehrere Organe angegriffen und die Herzfunktion beeinträchtigt werden könnte.

(Reuters)