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Buchhändlerin im Interview«Es macht mich wütend, wenn man Kinderbücher nicht ernst nimmt»

Wie viel darf man Kindern zumuten? Und was macht eine gute Kindergeschichte aus? Die Antworten von Ruth Baeriswyl, Geschäftsleiterin des Chinderbuechlade.

Kinder könnten beim Lesen sehr wohl abstrahieren, sagt Ruth Baeriswyl.
Kinder könnten beim Lesen sehr wohl abstrahieren, sagt Ruth Baeriswyl.
Foto: Raphael Moser

Frau Baeriswyl, sind Kinderbücher braver geworden?

Das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Es gibt sicher brave Kinderbücher, aber auch viele, die es gar nicht sind. Die Kinderbuchliteratur passt sich aktuellen Themen an – so wie Bücher für Erwachsene auch, also derzeit etwa Diversität, Klima oder Gender.

Das Bilderbuch der Berner Illustratorin Eva Rust wurde von vielen Verlagen abgelehnt – etwa mit der Begründung, Kinder würden sich vor Totenköpfen oder Schlangen fürchten. Teilen Sie diese Ansicht?

Nein, überhaupt nicht. Ich kann mir dieses Feedback schlecht vorstellen, vor allem, weil es viele aufgeschlossene Verlage gibt – in der Schweiz etwa den Atlantis- oder den Nord-Süd-Verlag. Möglicherweise wollten die Verlage einfach stärker mitreden, was die Geschichte angeht.

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