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Interview mit Madeleine Hofmann«Es ist verrückt, dass es so wenige unter 45-Jährige in der Politik gibt»

«Macht Platz», heisst das Buch der deutschen Autorin. Ein Gespräch über die Leidenschaft von jungen Menschen und die Alten, «die überall dick drin sitzen und über fehlenden Nachwuchs schimpfen».

«Kinder und Jugendliche sollen selber entscheiden können, wann sie ihr Stimm- und Wahlrecht ausüben wollen», sagt Madeleine Hofmann, Botschafterin der Stiftung für Generationengerechtigkeit.
«Kinder und Jugendliche sollen selber entscheiden können, wann sie ihr Stimm- und Wahlrecht ausüben wollen», sagt Madeleine Hofmann, Botschafterin der Stiftung für Generationengerechtigkeit.
Foto: Adrian Moser

Den Jungen wird vorgeworfen, Party auf Kosten der Risikogruppen zu machen. Was halten Sie von diesem Vorwurf?

Gegenüber vielen Jugendlichen ist der Vorwurf sicher berechtigt. Pauschalisierungen helfen aber nicht weiter. Die Mehrheit der Jugend war im Lockdown sehr solidarisch und musste viel zurückstecken.

Dafür gab es ja auch Lob. Aber nun infizieren sich vor allem Junge.

Viele junge Menschen haben Mühe, die Massnahmen zur Eindämmung des Virus zu akzeptieren. Trotzdem kann man nicht sagen, die Jungen an sich würden die Regeln nicht mehr befolgen. Es gibt in allen Gruppen Personen, die sich den Massnahmen verweigern. Ich würde eher zwischen vernünftigen und unvernünftigen Menschen unterscheiden.

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