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So geht das Stadttheater mit Corona um«Es ist nie schön, wenn eine Arie verhustet wird»

Er übernimmt ein Haus im Krisenmodus: Florian Scholz, designierter Intendant bei Konzert Theater Bern, denkt beim Spielplan für die nächste Saison einen Plan B immer gleich mit.

«Ich habe manchmal das Gefühl, ich sei schon länger hier»: Florian Scholz, Intendant von Konzert Theater Bern.
«Ich habe manchmal das Gefühl, ich sei schon länger hier»: Florian Scholz, Intendant von Konzert Theater Bern.
Foto: Adrian Moser

Sowohl am Stadttheater Klagenfurt, wo Sie noch einige Wochen wirken, als auch am Konzert Theater Bern ist der Betrieb derzeit wegen Corona eingestellt. Hätten Sie sich je eine solche Situation träumen lassen?

Das hat sich niemand träumen lassen, unsere Welt ist ja komplett auf den Kopf gestellt. Als Mensch mit einer festen Anstellung komme ich persönlich gut durch diese Zeit, und meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an beiden Theatern zum Glück auch. Wir sind in der komfortablen Lage, die Krise auch als Chance begreifen zu können, die uns vielleicht zur Besinnung bringt. Schwieriger wird es für uns jedoch, wenn wir noch länger nicht in einen regulären Spielbetrieb zurückkehren können. Zudem sehe ich mit grossem Mitgefühl, was mit Menschen in ganz vielen Bereichen passiert, vor allem mit jenen, die in keinem sozialen Netz eine Sicherheit finden oder die von der Krankheit direkt betroffen sind. Da lässt sich nicht von der Krise als Chance reden, das ist eine reine Katastrophe.

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