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Kommentar zum Krieg in LibyenErdogan ist ein Mann ohne Strategie

Der türkische Präsident sucht mal den Konflikt mit Moskau, mal sucht er den Ausgleich. Das kann nicht gut gehen.

Mal Partner, mal Konkurrenten: Recep Tayyip Erdogan (links) und Wladimir Putin 2019 in Sotschi.
Mal Partner, mal Konkurrenten: Recep Tayyip Erdogan (links) und Wladimir Putin 2019 in Sotschi.
Foto: Mikhail Svetlov (Getty)

Geradezu ein Lehrbuchbeispiel für das, was eine unehrliche Friedensinitiative ist, hat Ägyptens Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi geliefert. Seit Montag sollten die Waffen in dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Libyen schweigen, hatte er vorgeschlagen. Ein Präsidialrat solle das Land regieren, bis in achtzehn Monaten freie Wahlen abgehalten werden könnten; die UNO sollte bitte vermitteln. Das klang gut, hatte aber einen Pferdefuss: Der Ägypter hatte nur die eine Kriegspartei an den Tisch gebeten.

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