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Erbgut, besser, am besten: Willkommen im Menschenpark!

Die Jury liest und wählt bis Ende Februar drei Gewinner-Essays aus. Die «Bund»-Essay-Preisverleihung findet am 21. April 2020 in der Berner Dampfzentrale statt.

Andreas Blatter

Das Thema

Gerade erfinden Forscher das Menschsein neu. Und was machen wir? Wir fürchten uns vor Gentomaten. Die rote Linie wurde im November 2018 überschritten. Ein chinesischer Forscher verkündete, er habe das Erbgut von Babys so verändert, dass sie immun gegen das Aids-Virus seien. Die Zwillinge waren mit künstlicher Befruchtung gezeugt und ihr Erbgut mit der revolutionären Genschere Crispr-Cas9 verändert worden. Die Menschen werden sich gentechnologisch optimieren. Dieses Szenario birgt die Gefahr einer Zweiklassengesellschaft: Wenn die kaufkräftigen Schichten zu Supermenschen werden, bleibt der Homo sapiens abgehängt zurück. Wird es zukünftig die auf natürlichem Weg geborenen Menschen mit Defekten und Unzulänglichkeiten, sowie die gentechnisch schon vorgeburtlich perfektionierten Mitglieder einer Elite geben? Der Mensch verändert seit Jahrtausenden durch Züchtung die Gene von Tieren und Pflanzen. Wieso sollte er da vor sich selbst halt machen? Besteht die Gefahr, dass Verbote und Reglementierungen die Forschung behindern und ausbremsen? Überschätzt sich der Mensch? Bis jetzt fehlt eine breite gesellschaftliche Debatte darüber, inwiefern genetische Eingriffe beim Menschen legitim sind. Darf der Mensch Gott spielen - und kann er es wirklich besser machen als die Evolution? Was halten Sie von “Erbgut, besser, am besten”? Schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf enthusiastische, kritische und visionäre Texte.

Jury

Patrick Feuz, Chefredaktor «Der Bund» Wilfried Meichtry, Autor und Filmemacher Elisabeth Ehrensperger, Geschäftsführerin der Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung

Teilnahmeschluss

31. Dezember 2019 ein.

Beiträge zum Thema

«Es ist ein Humanexperiment»Biohacker und Businessmänner«Ist Trisomie 21 eine Krankheit?»«Mich treibt eine grosse Neugier an» Bei Fragen kontaktieren Sie uns über die Emailadresse essay@derbund.ch

Dank

Wir danken unseren Partnern und allen am Wettbewerb Beteiligten für die Unterstützung. Sie ermöglichen mit ihrem Engagement den «Bund» Essay-Wettbewerb: Fondation Reinhardt von Graffenried, Haupt Buchhandlung, Hochschule der Künste Bern HKB, Dampfzentrale Bern, Kulturstiftung Gebäudeversicherung Bern

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