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Zum Tod von Robert RichterEr machte Filme sichtbar

Der Berner Robert Richter brachte als Kurator von Filmreihen sehenswerte Produktionen aus dem Ausland in die Schweiz.

Robert Richter im Jahr 2002.
Robert Richter im Jahr 2002.
Foto: zvg

Seit dem Jahr 2001 war Robert Richter Geschäftsführer von Cinélibre, dem Verband der Schweizer Filmklubs und nicht gewinnorientierten Kinos. In dieser Funktion sorgte er dafür, dass so manche Produktion es in die hiesigen Säle schaffte, die sonst wohl kaum in die Schweiz gekommen wäre. Etwa mit der Reihe «Cinema italiano» oder Filmen aus dem Iran oder Südkorea, die er den kleineren Kinos in der Schweiz zugänglich machte.

Robert Richter wurde 1957 in Bern geboren, und seine Begeisterung fürs Kino fand schon früh Ausdruck in ersten eigenen Filmen auf 16 mm. Sein weiterer Weg führte ihn jedoch nicht in die Produktion. Als freier Filmjournalist schrieb Richter über Filmfestivals und Filmpolitik, auch für den «Bund». Ab 1991 sass er im Vorstand der internationalen Vereinigung der Kino-Klubs, kümmerte sich um Archive, unter anderem bei der Cinémathèque Suisse, und war tätig für diverse Filmfestivals, etwa in Locarno oder San Sebastian. Besonders am Herzen lag ihm das iranische Kino, über das er mehrere Publikationen verfasste.

Bereits Ende Januar ist Robert Richter an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben.