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Ein Boxer am AbgrundEr kämpfte seinem Vater zuliebe und wäre fast daran gestorben

Das Leben ist voller tragischer Geschichten. Die des einstigen Schwergewichtsboxers Michael Bentt zum Beispiel. Dank Netflix kennen wir sie jetzt.

Ein Häufchen Elend, aber wenigstens ein bisschen Trost: Michael Bentt nach der Niederlage gegen Herbie Hide. Kurz darauf brach er zusammen.
Ein Häufchen Elend, aber wenigstens ein bisschen Trost: Michael Bentt nach der Niederlage gegen Herbie Hide. Kurz darauf brach er zusammen.
Illustration: Netflix

So seltsam kann nur das Leben sein. Als Michael Bentt den Höhepunkt seiner sportlichen Karriere erreichte, war das eigentlich ein Tiefpunkt. Am 29. Oktober 1993 gewann der amerikanische Boxer den WM-Titel im Schwergewicht völlig unerwartet und entgegen aller Logik dank drei satten Treffern gleich in der ersten Runde.

Sein Gegner hiess Tommy Morrison und war vermeintlich übermächtig. «Weisser Mike Tyson» nannten ihn die Medien und Fans. Morrison war gefürchtet, kräftig und schnell wie «Iron Mike».

Doch Bentt schlug ihn nieder. Und wusste: Jetzt muss ich weitermachen. Im Boxen hört der Weltmeister nicht einfach auf. Er wird entthront. Selbst Muhammad Ali ging mit einer Niederlage: Im Herbst 1980 verlor er seinen letzten Titel. Ein einziger Schwergewichtsweltmeister blieb in seiner gesamten Karriere unbezwungen: Rocky Marciano, das Boxidol der Fünfzigerjahre.

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