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Nachruf auf Rush Limbaugh Er ebnete Trumps Präsidentschaft den Weg

Der amerikanische Radiomoderator und Provokateuer war ein Ausbund an Schamlosigkeit. Limbaugh beleidigte alles, was links, feministisch und «unamerikanisch» war.

Strammer Patriot: Rush Limbaugh beförderte in seinen Sendungen die Paranoia im konservativen und patriotischen Teil Amerikas.
Strammer Patriot: Rush Limbaugh beförderte in seinen Sendungen die Paranoia im konservativen und patriotischen Teil Amerikas.
Foto: AFP

Donald Trump kam nicht aus dem Nichts, sondern aus dem Fernsehen und der Klatschpresse, aber noch vor ihm kam Rush Limbaugh. In der Schule hatte er versagt, das schwarze Schaf der Familie, in der es lauter berühmte Juristen gab, doch er hörte sich gern reden und wollte, dass ihn auch die anderen hörten. Die Spaltung der Vereinigten Staaten, die unter dem Präsidenten Ronald Reagan offenbar wurde, machte ihn reich und berühmt. Mit seinem losen Mundwerk ebnete er Trump den Weg ins Weisse Haus.

1987 hatte Reagan das Ende der «Fairness doctrine» gebilligt, weshalb die Sender nicht mehr verpflichtet waren, jeden Kommentar durch eine Gegenposition auszugleichen, und so begann die heutige extreme Polarisierung zwischen rechten und linksliberalen Medien. 1992 wurde nach zwölf Jahren mit republikanischen Präsidenten ein Demokrat gewählt, Bill Clinton, und Limbaugh hatte seinen idealen Gegner gefunden: einen vermeintlich Linken mit einer selbstbewussten Frau, eine dieser «Feminazis», mit einer Tochter, die er allen Ernstes als «Hund im Weissen Haus» beschimpfte.

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