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Vorsätzliche Tötung in FrutigenEr beteuerte seine Unschuld – ohne Erfolg

Es ist ein unüblicher Fall: Der Angeklagte verweigert meist die Aussage, und das Thuner Gericht kommt einzig aufgrund von Indizien zum Schluss, dass er seine Freundin getötet hat.

Das Thuner Gericht hält eine Freiheitsstrafe von 16 Jahren für angemessen.
Das Thuner Gericht hält eine Freiheitsstrafe von 16 Jahren für angemessen.
Zeichnung: Celine Künzle

Nach der dreistündigen Urteilsverkündigung am Freitag gaben sich Angehörige des Verurteilten gegenüber Medienvertretern konsterniert. Alles, was nicht ins Bild passe, habe das Regionalgericht Oberland nicht interessiert. Es sei voreilig davon ausgegangen, dass der Verurteilte in Frutigen seine Freundin getötet und ihr Haus angezündet habe. Das Gericht habe etwa die Tatsache zu wenig bedacht, dass das Opfer zeitweise Alkohol trank, Kokain und andere Drogen konsumierte. Die These, wonach die verstorbene D. S. im Rauschzustand im Bett den Joint habe fallen lassen und so die Feuersbrunst verursacht habe, sei durchaus wahrscheinlich.

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