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Kolumne von Markus SommEntertainer zur Rettung Amerikas

Rush Limbaugh, der Star des Talk Radio, ist tot. Mit seinen konservativen Monologen brachte er die Linken zur Weissglut. Seine grösste Provokation bestand aber darin, dass er die einfachen Leute so gut erreichte.

Er gehörte zu den am besten bezahlten Journalisten des Landes: Rush Limbaugh mit einer Ashton-VSG-Zigarre, einem seiner Markenzeichen, auf dem Golfplatz von Pebble Beach, Kalifornien (3. Februar 2001).
Er gehörte zu den am besten bezahlten Journalisten des Landes: Rush Limbaugh mit einer Ashton-VSG-Zigarre, einem seiner Markenzeichen, auf dem Golfplatz von Pebble Beach, Kalifornien (3. Februar 2001).
Foto: Eric Risberg (AP, Keystone)

Vielleicht beschreibt der folgende Witz am besten Rush Limbaugh, jenen konservativen Journalisten, den die Linke in Amerika gehasst hat wie keinen zweiten. Limbaugh ist diese Woche verstorben. Ob Limbaugh den Witz selber erfunden hat, ist offen, jedenfalls ging er so: Man werfe ihm hie und da Arroganz vor, sagte er einmal vor einem grossen republikanischen Publikum, das stimme überhaupt nicht, wie eine Geschichte beweise, die er jetzt erzähle. Larry King, der berühmte Talkmaster, kommt in den Himmel und wird von Petrus empfangen: «Guten Tag, Herr King, schön Sie zu sehen. Ich möchte Sie ein bisschen herumführen und Ihnen all die Annehmlichkeiten zeigen, die wir bieten.» «Das interessiert mich nicht», entgegnet King, «ich möchte nur wissen, ob Rush Limbaugh hier ist.» «Nein, nein, der ist nicht hier», sagt Petrus und beginnt die Tour durch den Himmel, er zeigt wunderbare Zimmer, bequemste Fauteuils, weiche Betten so schön, wie King sie noch nie gesehen hat. Dann gelangen sie in einen majestätischen Saal. In der Mitte steht ein Thron, und über dem Thron hängt eine gigantische Neonreklame, die leuchtet und blinkt und wo geschrieben steht: «RUSH LIMBAUGH». «Jetzt haben Sie mir doch gesagt, er sei nicht da?», ärgert sich King, doch Petrus beruhigt ihn: «Das ist das Zimmer von Gott. Er hält sich bloss für Rush Limbaugh.»

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