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Heisse Phase im Berner WahlkampfEndspurt mit ausgefahrenem Ellbogen

Im Rennen um die Berner Gemeinderatssitze werben die Kandidaten mit allen Tricks für sich und gegen die Konkurrenten im eigenen Bündnis.

Obwohl Bündnispartner, hat Marianne Schild (GLP) Reto Nause (CVP) von ihrem Wahlzettel geworfen und nur Frauen gewählt. Auch Nause fordert zum Streichen auf.
Obwohl Bündnispartner, hat Marianne Schild (GLP) Reto Nause (CVP) von ihrem Wahlzettel geworfen und nur Frauen gewählt. Auch Nause fordert zum Streichen auf.
Foto: Franziska Rothenbühler

Es ist wie im Kindergarten beim Sesseltanz: Je mehr Stühlchen fehlen, desto mehr schubsen die Kinder. Das tun auch die Gemeinderatskandidaten und -kandidatinnen. Sie wollen sich von ihrer Wählerschaft am liebsten zweimal auf den Wahlzettel setzen lassen, auch wenn es dafür nicht genügend Zeilen gibt. Der CVP-Gemeinderat Reto Nause gibt sich in seinem Wahlhilfefilm auf Facebook immerhin halbwegs neutral: «Leider» müsse dann jemand von der Mitteliste gestrichen werden. «Aber ich sage natürlich nicht wer», ergänzt er auf Anfrage.

Seine Bündnispartnerin Marianne Schild geht einen Schritt weiter. Sie hat von ihrer Wahlliste die beiden Mittemänner Nause und Claudio Righetti (BDP) gestrichen. Nebst sich selbst hat sie ihre Parteikollegin Corina Liebi verdoppelt. Die fünfte Zeile hat sie der EVP-Bündnispartnerin Bettina Jans-Troxler geschenkt. «So muss das sein», twittert sie und wird von ihrer Parteipräsidentin Gabriela Blatter für die Frauenwahl gelobt.

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