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Schön getroffen – Italien spielt Geheimfavoriten aus

Ein brillanter 50-Meter-Pass leitete den Führungstreffer der Azzurri ein. Das zweite Tor fiel nach einem klassischen Konter.

Zwei Schlüsselspieler in enger Umarmung: Torschütze Pellè und Torwart Buffon gratulieren sich gegenseitig zum 2:0-Erfolg gegen Belgien. (13. Juni 2016)
Zwei Schlüsselspieler in enger Umarmung: Torschütze Pellè und Torwart Buffon gratulieren sich gegenseitig zum 2:0-Erfolg gegen Belgien. (13. Juni 2016)
Getty Images: Claudio Villa
Die Azzurri jubeln mit den Tifosi über 3 Punkte im ihrem ersten Gruppenspiel.
Die Azzurri jubeln mit den Tifosi über 3 Punkte im ihrem ersten Gruppenspiel.
Sergey Dolzhenko, Keystone
Konzentration bei Belgiens Radja Nainggolan, Toby Alderweireld, Torwarttrainer Erwin Lemmens und Kevin De Bruyne (v. l. n. r.).
Konzentration bei Belgiens Radja Nainggolan, Toby Alderweireld, Torwarttrainer Erwin Lemmens und Kevin De Bruyne (v. l. n. r.).
Getty Images/Claudio Villa
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Die grossen Hoffnungen der hochtalentierten Belgier erlitten gleich im ersten EM-Spiel einen herben Dämpfer. Die Roten Teufel fanden keinen Weg gegen das Abwehr-Bollwerk der Italiener und offenbarten selber grosse Schwächen in der Verteidigung. Ein brillanter 50-Meter-Pass von Leonardo Bonucci auf Emanuele Giaccherini führte nach gut einer halben Stunde zum Führungstreffer der Azzurri.

Dieser war nicht unverdient, denn die Italiener spielten sehr diszipliniert, auch wenn sie sich in der zeitweise doch sehr in die Defensive drängen liessen. Den Belgiern fehlte aber die zündende Idee. Im Strafraum machte das Juventus-Trio Barzagli, Bonucci und Chiellini den Raum dicht, so dass Goalie-Legende Gianluigi Buffon nur selten in Bedrängnis geriet.

Belgien ohne Ideen

Das erste Tor war ein eigentlicher Geniestreich eines italienischen Duos, das selten im Mittelpunkt steht. Bologna-Stürmer Giaccherini stoppte Bonuccis langen Ball perfekt mit dem linken Fuss und schob ihn mit rechts am machtlosen Thibaut Courtois vorbei. Toby Alderweireld hatte gepennt. Den Belgiern fehlte die Entschlossenheit und Durchschlagskraft, um sich beim ersten EM-Auftritt seit 2000 doch noch einen Punkt zu sichern.

Ein Weitschuss von Radja Nainggolan (10.), eine Chance von Kevin De Bryune (41.) und ein Abschluss von Romelu Lukaku (52.), der einen schwachen Abend einzog, brachten etwas Gefahr für das italienische Tor.

Erst gegen Schluss ging der ältesten Startelf (Durchschnittsalter über 31 Jahre) der EM-Geschichte ein wenig die Luft aus. Belgien konnte jedoch aus seiner Feldüberlegenheit keinen Profit schlagen. Im Gegenteil: In der Nachspielzeit schloss Southampton-Söldner Graziano Pellè einen Konter noch mit dem 2:0 ab und entschied damit die Partie endgültig.

Belgien - Italien 0:2 (0:1)

Lyon. – 54'408 Zuschauer. – SR Clattenburg (ENG).Tore: 32. Giaccherini (Bonucci) 0:1. 93. Pellè (Candreva) 0:2.Belgien: Courtois; Ciman (76. Carrasco), Alderweireld, Vermaelen, Vertonghen; Nainggolan (62. Mertens), Witsel; De Bruyne, Fellaini, Hazard; Romelu Lukaku (73. Origi).Italien: Buffon; Barzagli, Bonucci, Chiellini; Candreva, Parolo, De Rossi (78. Thiago Motta), Giaccherini, Darmian (58. De Sciglio); Pellè, Eder (75. Immobile).Bemerkungen: Beide Mannschaften komplett. Verwarnungen: 66. Chiellini (Foul), 75. Eder (Foul), 78. Bonucci (Foul), 84. Thiago Motta (Foul), 91. Vertonghen (Unsportlichkeit).

SDA/jof

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