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Mühevoller polnischer Sieg über EM-Neuling

Polen bezwingt Nordirland knapp mit 1:0, kann aber bei seinem ersten Auftritt am Turnier nicht restlos überzeugen.

Jubelnde Spieler: Polen feiert den ersten Sieg an einer EM-Endrunde.
Jubelnde Spieler: Polen feiert den ersten Sieg an einer EM-Endrunde.
Anne-Christine Poujoulat, AFP
Verwirrung im Strafraum: Die Polen bringen den Ball in der ersten Halbzeit einfach nicht im Tor unter.
Verwirrung im Strafraum: Die Polen bringen den Ball in der ersten Halbzeit einfach nicht im Tor unter.
Claude Paris
Grosse Freude: Die nordirischen Supporter sind begeistert über die erstmalige Qualifikation für die Europameisterschaft.
Grosse Freude: Die nordirischen Supporter sind begeistert über die erstmalige Qualifikation für die Europameisterschaft.
Bartlomiej Zborowski
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Der 22-jährige Arkadiusz Milik erlöste Polen in der 51. Minute und sicherte den ersten Sieg bei einer EM-Endrunde. Zuvor waren die Osteuropäer in sechs EM-Partien nie über ein Unentschieden hinaus gekommen. Gegen den krassen Aussenseiter aus Nordirland, der sich voll und ganz auf seine Defensivqualitäten verlassen musste, tat sich Polen schwer. In der ersten Halbzeit erspielte sich der zweimalige WM-Dritte nur zwei Torchancen, obwohl der Ball fast immer in seinen Reihen zirkulierte.

Ideenlosigkeit in der Offensive

Polen fehlte der Überraschungseffekt im Spiel, um die Nordiren regelmässig in Verlegenheit zu bringen. Zwar wurde richtigerweise das Spiel über die Seiten forciert, aber der Ball kam fast nie zu einem der Offensivspieler im Strafraum. Topskorer Robert Lewandowski blieb ohne Wirkung. Milik, der bei Ajax Amsterdam spielt, hatte derweil schon vor der Pause eine gute Chance, setzte seinen Schuss aber übers Tor. Mit seinem 11. Treffer im 27. Länderspiel wurde er dennoch zum Matchwinner.

Verwalten der Führung

Nach dem 1:0 musste Polen um seine drei Punkte nicht mehr bangen. So solidarisch und kämpferisch tadellos die Nordiren bei ihrem ersten Endrunden-Spiel seit der WM 1986 agierten, so harmlos waren sie in der Offensive. Der ehemalige Sittener Kyle Lafferty, der in der Qualifikation fast die Hälfte aller nordirischen Tore geschossen hatte, stand als einzige Sturmspitze auf verlorenem Posten.

Erst in den letzten 20 Minuten ging Nordirland mehr Risiken ein. Das grosse Zittern brach bei den Polen deshalb nicht aus. Einmal musste Keeper Wojciech Szczesny eingreifen. Für Nordirland, deren Spieler mit ihren Klubs kaum internationale Erfahrungen sammeln können, endete mit dem 0:1 eine Serie von 12 Partien ohne Niederlage, die längste in der Geschichte des kleinen britischen Landes.

Polen erfüllte die Pflicht. Mit den drei Punkten gegen den EM-Überraschungsgast hatte die Mannschaft von Nationaltrainer Adam Nawalka gerechnet. Die schwierigeren Aufgaben in der Gruppe C kommen noch mit Deutschland (am Donnerstag) und der Ukraine (am Dienstag in einer Woche). Dass die Polen über Qualität verfügen, bewiesen sie trotz aller Probleme, für Torgefahr zu sorgen, auch gegen Nordirland. Neben Milik überzeugte auch der 19-jährige Bartosz Kapustka von Wisla Krakau. Er zwang Nordirlands Keeper Michael McGovern nach 39 Minuten zur ersten Parade und war auch ansonsten ein Aktivposten bei den Polen.

Telegramm:Polen - Nordirland 1:0 (0:0). - Nizza. - 35'000 Zuschauer. - SR Hategan (ROU). - Tor: 51. Milik (Blaszczykowski) 1:0. Polen: Szczesny; Piszczek, Glik, Pazdan, Jedrzejczyk; Blaszczykowski (80. Grosicki), Krychowiak, Maczynski (78. Jodlowiec), Kapustka (88. Peszko); Milik; Lewandowski.Nordirland: McGovern; McLaughlin, Cathcart, Jonny Evans, McAuley; McNair (46. Dallas), Norwood, Davis, Baird (76. Ward), Ferguson (66. Washington); Lafferty. Bemerkungen: Beide Mannschaften komplett. Verwarnungen: 66. Kapustka (Foul). 69. Cathcart (Foul). 89. Piszczek (Foul).

SDA/ns

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