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Ronaldo wird gegen Österreich zur tragischen Figur

Viele Chancen und selbst ein Penalty waren nicht genug: Portugal muss gegen Österreich ein 0:0 hinnehmen. Aber es gibt einen grossen Gewinner: Österreichs Torhüter Robert Almer.

Ein Abend zum Vergessen: Der Pechvogel der Partie vergibt unzählige Top-Chancen, köpft den Ball während einer Abseitssituation in die Maschen und verschiesst seinen Elfmeter. Portugal dominiert das Spiel, kommt aber nicht über ein 0:0 hinaus.
Ein Abend zum Vergessen: Der Pechvogel der Partie vergibt unzählige Top-Chancen, köpft den Ball während einer Abseitssituation in die Maschen und verschiesst seinen Elfmeter. Portugal dominiert das Spiel, kommt aber nicht über ein 0:0 hinaus.
Francois Mori/AP Photo
Friedlich Seite an Seite: Die Fans beider Mannschaften freuen sich auf das heutige Spiel und können den Anpfiff kaum erwarten.
Friedlich Seite an Seite: Die Fans beider Mannschaften freuen sich auf das heutige Spiel und können den Anpfiff kaum erwarten.
Miguel Lopes, Keystone
Freude herrscht: Die österreichischen Fans bejubeln ihre Mannschaft.
Freude herrscht: Die österreichischen Fans bejubeln ihre Mannschaft.
Martin Meissner/AP Photo
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Als einziger Spieler in Österreichs EM-Kader steht Robert Almer bei einem heimischen Klub unter Vertrag - und der Goalie von Austria Wien spielte im Pariser Parc des Princes die Partie seines Lebens. Trotz am Ende 22 zu 3 Torschüssen für Portugal erreicht Österreich ein torloses Remis.

Kollers Personalwechsel

Coach Marcel Koller hatte auf das enttäuschende 0:2 zum Auftakt gegen Ungarn mit drei Wechseln reagiert - zwei erzwungenen und einem freiwilligen. England-Legionär Sebastian Prödl ersetzte den gesperrten Aleksandar Dragovic in der Abwehr, offensiv sollten Stefan Ilsanker (für den verletzten Spielmacher Zlatko Junuzovic) und Marcel Sabitzer (für den formschwachen Basel-Stürmer Marc Janko) für mehr Ertrag als gegen Ungarn sorgen. Der Ball kam jedoch kaum je zu ihnen, die ÖFB-Elf war fast ausnahmslos mit Defensiv-Aufgaben beschäftigt.

Portugals Dominanz zahlt sich nicht aus

Portugal agierte wie gegen Island (1:1) zwar druckvoll, aber auch wenig einfallsreich und vor allem ohne Ausnahme glücklos im Abschluss. Einem Treffer am nächsten kam Nani in der 29. Minute mit einem Kopfball an den Pfosten, ansonsten legte stets Almer sein Veto ein.

Immer mehr zu einer tragischen Figur dieser EM wird Cristiano Ronaldo. Der Superstar der Portugiesen, der im Nationalteam so oft enttäuscht, schoss in der 79. Minute einen Foulpenalty an den Pfosten, nachdem er selber von Martin Hinteregger zurückgehalten worden war. Sechs Minuten später traf er mit dem Kopf ins Netz, allerdings aus einer klaren Offside-Position. Sein 128. Länderspiel, womit er Luis Figo als Rekordhalter ablöste, wird ihm nicht in guter Erinnerung bleiben. Mit neu 16 Partien an einer EM-Endrunde ist er nun gemeinsam mit dem Niederländer Edwin van der Sar und dem Franzosen Lilian Thuram auch hier der Spieler mit den meisten Einsätzen.

Österreich steht vor dem Aus

Mit nur zwei Punkten aus den ersten zwei Spielen sind die Portugiesen nun im letzten Gruppenspiel am Mittwoch gegen Leader Ungarn (4 Punkte) arg unter Druck. Österreich könnte dann gegen Island mit einem Sieg doch noch in die Achtelfinals einziehen.

Portugal - Österreich 0:0

Parc des Princes, Paris. - 43'000 Zuschauer. - SR Rizzoli (ITA). Portugal: Rui Patricio; Vieirinha, Pepe, Ricardo Carvalho, Guerreiro; William Carvalho; João Moutinho, André Gomes (83. Eder); Quaresma (71. João Mario), Nani (89. Rafa Silva), Ronaldo. Österreich:Almer; Klein, Prödl, Hinteregger, Fuchs; Baumgartlinger, Ilsanker (87. Wimmer); Sabitzer (85. Hinterseer), Arnautovic; Alaba (65. Schöpf); Harnik. Bemerkungen: Österreich ohne Dragovic (gesperrt) und Junuzovic (verletzt). 79. Ronaldo schiesst Foulpenalty an den Pfosten. Verwarnungen: 31. Quaresma (Reklamieren). 40. Pepe (Foul), 47. Harnik (Foul), 60. Fuchs (Foul), 78. Hinteregger (Foul), 86. Schöpf (Hands).

SDA

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