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«Lucky Punch» bringt England drei Punkte

Nach einem Rückstand konnten die Engländer dank einem Tor in der Nachspielzeit den kleinen Nachbarn Wales doch noch besiegen.

Verdient: England konnte das Spiel in extremis drehen. Der Jubel ist gross und die Leistung war ansprechend.
Verdient: England konnte das Spiel in extremis drehen. Der Jubel ist gross und die Leistung war ansprechend.
Paul Ellis, AFP
Am Ende: Wales war den Engländern unterlegen. Dennoch sitzt die Niederlage tief.
Am Ende: Wales war den Engländern unterlegen. Dennoch sitzt die Niederlage tief.
Keystone
Hohe Erwartungen: Wayne Rooney beim Aufwärmen.
Hohe Erwartungen: Wayne Rooney beim Aufwärmen.
Keystone
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Im Vorfeld der Partie hatte Gareth Bale mit provokanten Aussagen gegenüber den Engländern reichlich Öl ins Feuer gegossen. Den Beweis, besser als der Rivale zu sein, blieben die Waliser schuldig. Gleichwohl gingen sie in Führung - durch Bale, den ersten und einzigen Torschuss vor der Pause.

Englands Goalie Joe Hart konnte einen Freistoss des Champions-League-Siegers von Real Madrid aus weit über 30 Metern nicht stoppen. Vermutlich sah er den nicht sonderlich platzierten Schuss wegen der Mauer zu spät. Haltbar war Bales zweiter Freistoss-Treffer des Turniers - dieses Kunststück hatten vor ihm nur Michel Platini (1984) und Thomas Hässler (1992) geschafft - gleichwohl.

Für Wales war dieses 1:0 der optimale Ertrag. Der EM-Neuling konzentrierte sich im 102. Duell mit England weitgehend darauf, mit teils fünf gleich gestaffelten Verteidigern den Gegner vom Tor fernzuhalten. Das gelang vor der Pause darum gut, weil England ideenlos war und nach den immer gleichen Mustern angriff. Offensiv hatte Wales mit Ausnahme von Bales Freistoss und einem Abschluss des eingewechselten Jonathan Williams (80.) nichts zu bieten.

Einwechslungen bringen den Erfolg

Ab der 46. Minute sah das lautstarke Publikum eine Partie, die noch öfter in die gleiche Richtung ging. Die zwei Wechsel des englischen Nationaltrainer Roy Hodgson (Vardy und Sturridge kamen) zahlten sich vollends aus. Vardy gelang in der 56. Minute mit seinem dritten Ballkontakt der Ausgleich. Der zweitbeste Torschütze der letzten Premier-League-Saison verwertete den unfreiwilligen Abpraller des walisischen Captains Ashley Williams freistehend, aus kurzer Distanz und deshalb nicht aus Offside-Position zum 1:1. Die Trefferquote des Stürmers von Leicester ist überragend: Für seine vier Treffer im Dress der "Three Lions" machte Vardy heuer alle seine vier Treffer.

Neben Vardy stach auch der zweite Joker hervor. Sturridge, davor wenig gesehen, bewahrte England vor dem zweiten Punktverlust nach dem 1:1 gegen Russland. Der Offensivspieler von Liverpool traf in der 92. Minute zum 2:1, indem er ein wenig geordnetes "Durchspiel" im Strafraum mit dem schwächeren rechten Fuss verwertete. Sturridge sorgte dafür, dass England erstmals überhaupt an einem grossen Turnier nach einem Rückstand zur Pause noch gewann. Und vor allem dafür, dass der zwischenzeitlich entglittene Gruppensieg weiter aus eigener Kraft zu schaffen ist.

Telegramm:

England - Wales 2:1 (0:1).

Lens. - 34'033 Zuschauer. - SR Brych (GER). - Tore: 42. Bale 0:1. 56. Vardy 1:1. 92. Sturridge 2:1.England: Hart; Walker, Cahill, Smalling, Rose; Alli, Dier, Rooney; Lallana (73. Rashford), Kane (46. Vardy), Sterling (46. Sturridge).Wales: Hennessey; Chester, Ashley Williams, Davies; Gunter, Allen, Ledley (67. Edwards), Taylor; Bale, Ramsey; Robson-Kanu (72. Jonathan Williams).Bemerkungen:Beide Teams komplett. Verwarnung: 61. Davies (Foul).

SDA/fsc

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