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Kämpferische Isländer werfen Österreich raus

Island siegt dank Last-Minute-Treffer und wird Gruppenzweiter. Im Achtelfinale treffen sie nun auf England.

Riesige Freude: Island schafft als EM-Neuling die Sensation und qualifiziert sich für die Achtelfinals. (22. Juni 2016)
Riesige Freude: Island schafft als EM-Neuling die Sensation und qualifiziert sich für die Achtelfinals. (22. Juni 2016)
Clive Mason, AFP
Traum geplatzt: Die Österreicher können die Erwartungen nicht erfüllen und scheiden in der Gruppenphase aus.
Traum geplatzt: Die Österreicher können die Erwartungen nicht erfüllen und scheiden in der Gruppenphase aus.
Filip Singer, Keystone
Helme aufgesetzt: Die Isländer sind bereit für das letzte Duell in dieser Gruppenphase.
Helme aufgesetzt: Die Isländer sind bereit für das letzte Duell in dieser Gruppenphase.
Georgi Licovski, AFP
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Schon nach 18 Minuten geriet Österreich, das zwingend einen Sieg gebraucht hätte, in Rückstand. Ein weiter Einwurf von Islands Captain Aron Gunnarsson überraschte die Defensive der Österreicher, wovon schliesslich Jon Bödvarsson profitierte.

Österreich über weite Strecken überlegen

Erst nach etwa einer halben Stunde übernahmen die Österreicher das Spieldiktat, und der Match nahm den Lauf, den Koller erwartet hatte. Österreich griff an und Island verteidigte. Doch ausser dem Ausgleich von Alessandro Schöpf in der 60. Minute nach einem schönen Solo gelang kein Treffer. Dabei hätte das 1:1 schon früher fallen müssen.

Der Ex-Basler Aleksandar Dragovic scheiterte in der 27. Minute vom Elfmeterpunkt, nachdem David Alaba gefoult worden war. Der Schuss von Dragovic prallte vom Pfosten ab.

Sieg in letzter Sekunde

Die Österreicher kämpften bis zum Schluss und hatten in der zweiten Halbzeit auch die eine oder andere Möglichkeit zum 2:1. Doch es sollte nicht sein. In der 94. Minute kassierte Österreich sogar noch den zweiten Gegentreffer.

Österreich bereits nach der Gruppenphase out

Österreich und Europameisterschaften scheint nicht zusammen zu passen. Bei zwei Endrunden-Teilnahmen gelangen in insgesamt sechs Partien nur zwei Tore. 2008 hatte Ivica Vastic im Gruppenspiel gegen Polen mittels Penalty für die Tor-Premiere gesorgt. Von der damaligen Mannschaft, die als Gastgeber keine Qualifikation bestreiten musste, hatte man nicht allzu viel erwartet. In diesem Jahr war das ganz anders. Alaba und Co. hatten grosse Erwartungen geweckt. Am Ende schaute nur ein Punkt und ein Tor heraus.

Während Österreich, das im Stade de France von rund 30'000 Fans unterstützt wurde, die Heimreise antritt, bekommt es Island bei seiner ersten EM-Teilnahme im Achtelfinal mit England zu tun.

Island - Österreich 2:1 (1:0) Saint-Denis. - 65'714 Zuschauer. - SR Marciniak (POL). - Tore: 18. Bödvarsson (Arnason) 1:0. 60. Schöpf (Alaba) 1:1. 94. Traustason (Elmar Bjarnason) 2:1. Island: Halldorsson; Saevarsson, Arnason, Ragnar Sigurdsson, Skulason; Gudmundsson (86. Ingason), Gunnarsson, Gylfi Sigurdsson, Birkir Bjarnason; Bödvarsson (71. Elmar Bjarnason), Sigthorsson (80. Traustason). Österreich: Almer; Prödl (46. Schöpf), Dragovic, Hinteregger; Klein, Baumgartlinger, Ilsanker (46. Janko), Fuchs; Alaba; Sabitzer (78. Jantscher), Arnautovic. Bemerkungen: Island ohne Finnbogason (gesperrt). 2. Pfostenschuss Gudmundsson. 37. Dragovic schiesst Foulpenalty an den Aussenpfosten. 38. Tor von Birkir Bjarnason wegen Offside aberkannt. Verwarnungen: 36. Skulason (Foul). 52. Sigthorsson (Foul). 70. Janko (Unsportlichkeit). 78. Arnason (Foul). 82. Halldorsson (Spielverzögerung).

Resultate und Tabelle:br> Island - Österreich 2:1 (1:0). Ungarn - Portugal 3:3 (1:1). Rangliste: 1. Ungarn 3/5 (6:4). 2. Island 3/5 (4:3). 3. Portugal 3/3 (4:4). 4. Österreich 3/1 (1:4). - Ungarn, Island und Portugal im Achtelfinal.

SDA/ll

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