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Die rote Furie schlägt zu

Titelverteidiger Spanien steht nach einem überzeugenden 3:0-Sieg gegen enttäuschende Türken im Achtelfinal.

Entfesselt: Nach dem haprigen Auftakt vom Montag steigert sich das spanische Team deutlich und gewinnt 3:0 gegen die Türkei.
Entfesselt: Nach dem haprigen Auftakt vom Montag steigert sich das spanische Team deutlich und gewinnt 3:0 gegen die Türkei.
David Ramos/Getty Images
Faire Geste: Andres Iniesta (r.) muntert Arda Turan (l.) auf.
Faire Geste: Andres Iniesta (r.) muntert Arda Turan (l.) auf.
Valery Hache, AFP
Und hier wird gespielt: Das Stade de Nice fasst 35'000 Zuschauer.
Und hier wird gespielt: Das Stade de Nice fasst 35'000 Zuschauer.
Bulent Kilic, AFP
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Spanien schoss als erstes Team bei dieser EM mehr als zwei Tore in einer Partie. Mit Leichtigkeit spielten sich die Iberer durch die türkische Abwehr. Bei den ersten beiden Treffern war einer der weniger bekannten Spieler entscheidend. Der 29-jährige Nolito von Celta Vigo bereitete in der 34. Minute das 1:0 von Alvaro Morata mit einer mustergültigen Flanke vor und schoss drei Minuten später den zweiten spanischen Treffer gleich selber.

Nach einem Fehler des türkischen Verteidigers Mehmet Topal erzielte er in seinem elften Länderspiel schon den fünften Treffer.

Nur drei Minuten nach der Pause zerstörten die Spanier die letzten Hoffnungen der Türken. Morata, der Stürmer von Juventus Turin, traf nach Vorlage von Jordi Alaba, der zuvor allerdings in Abseitsposition von Andres Iniesta angespielt worden war.

Iniesta war wie gewohnt der umsichtige und fast fehlerfreie Spielgestalter bei der «Furia Roja», Morata mit seinen ersten zwei Toren bei einer Endrunde der erhoffte Goalgetter.

Spanien wie entfesselt

Die Spanier zeigten eindrücklich, dass das Vorrunden-Aus bei der letzten WM definitiv nur ein Ausrutscher war und dass mit ihnen in Frankreich zu rechnen ist. Der Titelverteidiger schnürte die türkische Mannschaft immer wieder in deren Strafraum ein und griff von allen Seiten mit der bekannten Passsicherheit an. Im Gegensatz zu früheren Jahren agiert Spanien nicht nur mit kurzen Zuspielen, sondern auch mal mit einem weiten Pass oder einer hohen Hereingabe, wie jene die Morata mit dem Kopf verwertete.

Die Türkei, die schon gegen Kroatien im ersten Spiel auf verlorenem Posten gestanden hatte, testete die spanische Abwehr erst nach dem 0:3 einige Male. In der 52. Minute flog ein Schuss von Burak Yilmaz nahe am Tor von Goalie David de Gea vorbei. Die Türken griffen zwar mit viel Tempo und Engagement an, wenn sich ihnen die Chance bot, aber liessen bei ihren Aktionen die nötige Präzision vermissen. Ein Ende der nunmehr 14 Partien umfassenden spanischen Ungeschlagenheit bei EM-Endrunden stand in Nizza nie zur Debatte.

Spanien - Türkei 3:0 (2:0).

Nizza. – 33'409 Zuschauer. – SR Mazic (SRB).Tore: 34. Morata (Nolito) 1:0. 37. Nolito (Fabregas) 2:0. 48. Morata (Alba) 3:0.Spanien: De Gea; Juanfran, Piqué, Ramos, Alba (81. Azpilicueta); Fabregas (71. Koke), Busquets, Iniesta; Silva (64. Soriano), Morata, Nolito.Türkei: Babacan; Gönül, Topal, Balta, Caner; Tufan, Selçuk (70. Malli), Oguzhan (62. Sahan); Calhanoglu (46. Sahin), Yilmaz, Turan.Bemerkungen: Beide Mannschaften komplett. 11. Pfostenschuss von Morata. Verwarnungen: 1. Ramos. 9. Yilmaz. 41. Tufan (alle Foul).

SDA/jof

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