Der Fluch über den Deutschen

Beim Weltmeister spielt ein Torjäger, der an EM-Endrunden bisher ein grosses Problem hatte.

Verzweiflung pur: Thomas Müller rauft sich nach einer vergebenen Chance die Haare.

Verzweiflung pur: Thomas Müller rauft sich nach einer vergebenen Chance die Haare.

Thomas Niggl@tagesanzeiger

Bayerns Star Thomas Müller hat in 72 Länderspielen beachtliche 32 Tore erzielt. Der Weltmeister war für Deutschland bisher an zwei EM-Endrunden dabei. Vor vier Jahren beim Turnier, das die Polen und die Ukrainer gemeinsam ausrichteten. Zurzeit ist der Münchner in Frankreich an der EM engagiert. Müller, der 2010 in Südafrika und 2014 in Brasilien in 13 WM-Partien zehn Treffer erzielte, blieb bei einer EM bisher in insgesamt acht Spielen erfolglos.

Der Mann, dem für die Bayern in der letzten Saison 32 Tore in 49 Spielen gelungen waren, sagte nach dem 1:0-Sieg gegen Nordirland gegenüber der ARD: «Allein ich hätte in der ersten Halbzeit mit Gareth Bale gleichziehen können. Ich bin zu mehr Torchancen gekommen als in den letzten acht EM-Spielen zusammen.» Bale hat bei dieser EM bisher drei Tore erzielt, während Müller Chancen zuhauf versiebte und auch noch Latte und Pfosten traf.

«Dann hätte ich mir Gedanken müssen»

Bundestrainer Jogi Löw mag die mangelnde Chancenauswertung seiner Mannschaft, besonders jene von Müller, noch nicht dramatisieren. «Sorgen macht mir das nicht. Wenn er keine Chancen gehabt hätte, hätte ich mir ein paar Gedanken mehr machen müssen, wie wir das beheben. Aber sobald ein Stürmer Chancen hat, ist das ein gutes Zeichen. Er war nahe dran. Ich denke, dass es das nächste Mal klappt.» Schon am Sonntag in den Achtelfinals gegen die Slowakei?

DerBund.ch/Newsnet

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