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DFB-PokalElvedi trifft bei Schützenfest, Union zittert lange

Gladbach gewinnt in der 1. Runde des DFB-Pokals gleich 8:0, Urs Fischers Union Berlin muss dagegen lange ausharren, bis der Siegtreffer fällt. Neben Nico Elvedi reihte sich auch Ruben Vargas als Torschütze ein.

Glücklicher Nico Elvedi: Der Schweizer Verteidiger trifft für Gladbach.
Glücklicher Nico Elvedi: Der Schweizer Verteidiger trifft für Gladbach.
Keystone

Die Fussball-Bundesligisten haben sich in den Erstrunden-Spielen des DFB-Pokals am Samstagnachmittag und -abend keine Blösse gegeben. Nur der 1. FC Union Berlin von Trainer Urs Fischer musste in die Verlängerung, um das frühe Aus beim Karlsruher SC zu verhindern. Nils Schlotterbeck gelang in der 118. Minute der entscheidende Treffer zum 1:0-Endstand gegen den Zweitligisten.

RB Leipzig hatte sich zuvor beim KSC-Ligarivalen 1. FC Nürnberg überlegen mit 3:0 (1:0) durchgesetzt. Borussia Mönchengladbach liess dem Regionalligisten FC Oberneuland beim 8:0 (5:0) keine Chance. Verteidiger Nico Elvedi konnte sich bei der Gala unter die Torschützen einreihen. Ebenso tat es der FC Augsburg, der den Oberligisten MTV Eintracht Celle 7:0 (2:0) besiegte – hier traf der junge Schweizer Nationalstürmer Ruben Vargas zum 1:0.

Der 1. FC Köln hatte beim 6:0 (3:0) gegen den Viertligisten VSG Altglienicke aus Berlin hingegen lange mehr Mühe als erwartet. Gleiches galt für den VfL Wolfsburg, der Union Fürstenwalde mit 4:1 (2:1) bezwang. Eintracht Frankfurt gewann beim Drittligisten TSV 1860 München knapp mit 2:1 (0:0).

Nur Hertha draussen

Am Freitagabend war Hertha BSC aus Berlin als erster Bundesligist durch das 4:5 beim Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig ausgeschieden. Mainz 05 besiegte den TSV Havelse mit 5:1 nach 0:1-Rückstand.

Eine grosse Überraschung lieferte der SSV Ulm. Der Regionalligist schlug den Zweitligisten Erzgebirge Aue hochverdient mit 2:0 (1:0). Aues Liga-Konkurrent VfL Bochum machte es gegen den Oberligisten FV Engers aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar besser und siegte souverän mit 3:0 (1:0). Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf behielt beim Drittligisten FC Ingolstadt mit 1:0 (0:0) die Oberhand.

Die Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth und VfL Osnabrück taten sich indes schwer: Die Osnabrücker brauchten 77 Minuten, um beim Oberligisten SV Todesfelde in Schleswig-Holstein den Siegtreffer zum 1:0 (0:0) zu erzielen. Die Fürther lagen gegen den sauerländischen Oberligisten RSV Meinerzhagen sogar mit 0:1 zurück. Sie schafften es aber noch mit dem 1:1-Ausgleich in die Verlängerung, in der sie dann gegen die entkräfteten Gäste ein deutliches 6:1 (1:1,0:0) herausschossen.

Einige Partien mit Zuschauern

Amateur-Vereine wie Fürstenwalde, Celle, Altglienicke, Engers, Meinerzhagen und Oberneuland sowie Havelse hatten auf ihr Heimrecht wegen der Corona-Einschränkungen verzichtet und waren zu den Bundesligisten oder Zweitligisten gereist. Einige Partien fanden bereits vor wenigen Zuschauern statt.

In der vermeintlich hochkarätigsten Partie zwischen dem Bundesligisten aus Leipzig beim Zweitligisten aus Nürnberg hatten die Gäste kaum Probleme. In dem Duell zwischen RB-Chefcoach Julian Nagelsmann und seinem ehemaligen Assistenten Robert Klauß gingen die Sachsen früh durch Amadou Haidara (3.) in Führung. Der eingewechselte Yussuf Poulsen (67.) und Hee-Chan Hwang (90.) machten alles klar.

Die höchste Niederlage kassierte der FC Oberneuland. Ein Doppelschlag durch Patrick Herrmann (13./14.) binnen einer Minute leitete den Gladbacher Torreigen ein. Als Doppel-Torschütze fiel auch Florian Neuhaus (52./84.) auf.

Mutiger trat die VSG Altglienicke aus Berlin in Köln auf. Der Verein aus der Regionalliga Nordost hielt lange gut mit, musste sich am Ende aber deutlich geschlagen geben. Ein glücklich verwandelter Foulelfmeter von Jonas Hector (17.) brachte die Kölner in die Spur. Auffälligster Spieler war Elvis Rexhbecaj, der in der 36. und der 63. Minute traf.

Spannend war es beim Ex-Bundesligisten 1860 München. Der Drittligist brachte die Frankfurter in Verlegenheit. André Silva (51.) und Bas Dost (56.) sorgten nach der Pause für die Eintracht-Führung. Phillipp Steinhart (79.) sorgte mit einem Foulelfmeter für den Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es aber nicht.

Florian Kohfeldt hat mit Werder Bremen nach einer völlig verkorksten Vorsaison nur mühsam den Wiedergutmachungskurs aufgenommen. Sein Team hatte am Samstagabend in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Drittliga-Absteiger FC Carl Zeiss Jena grosse Anlaufschwierigkeiten und setzte sich nur mühevoll mit 2:0 (0:0) durch. Vor zugelassenen 1600 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld trafen Joshua Sargent (49. Minute) und Tahith Chong (87.) für Bremen.

Resultate: Eintracht Celle (5.) – Augsburg (bis 57. mit Vargas/Tor zum 1:0) 0:7. Fürstenwalde (4.) – Wolfsburg (bis 62. mit Steffen, bis 74. mit Mehmedi, ohne Mbabu/verletzt) 1:4. München 1860 (3.) – Eintracht Frankfurt (bis 73. mit Zuber, ab 72. mit Sow) 1:2. Oberneuland (4.) – Borussia Mönchengladbach (bis 46. mit Elvedi/Tor zum 5:0, ab 46. mit Lang; ohne zahlreiche Stammspieler) 0:8. Altglienicke (4.) – Köln 0:6. Nürnberg (2.) – Leipzig 0:3. – Karlsruhe (2.) – Union Berlin 0:1 n.V. Jena (4.) – Werder Bremen 0:2.

dpa