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Not macht erfinderischEine Zibelewuche als Ersatz für den Zibelemärit

In der zweiten Novemberhälfte plant die Stadt Bern einen grossen, mehrtägigen Zwiebelanlass.

Der gewohnte Zibelemärit kann dieses Jahr nicht stattfinden. (Archivbild)
Der gewohnte Zibelemärit kann dieses Jahr nicht stattfinden. (Archivbild)
Danielle Liniger

Die Stadt Bern ruft gemeinsam mit BERNcity und Bern Welcome eine «Zibelewuche» ins Leben. Diese soll trotz ausfallendem Zibelemärit dafür sorgen, dass die Zwiebeln Verwendung finden und die langjährige Tradition auch dieses Jahr weiterlebt. Die «Zibelewuche» findet vom 16. bis 22. November 2020 hauptsächlich auf der Münsterplattform statt, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Der Zibelemärit, der am 23. November stattgefunden hätte, war bereits Mitte August abgesagt worden.

Auch wenn der Zibelemärit diesen Herbst wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden könne, solle der traditionsreiche Berner Anlass nicht komplett ausfallen, schreibt die Stadt. Die Absage des Zibelemärits sei nicht nur schade für die Besucherinnen und Besucher, sie bedeute auch einen Ausfall für die Markthändlerinnen und Markthändler, die Standbetreibenden und die Berner Gastronomie, Hotellerie und den Handel.

Die Geschäfte, Hotels, Restaurants und weitere Leistungsträger und -trägerinnen der Stadt Bern sollten sich an der «Zibelewuche» beteiligen können, sei es durch «ZwiebelPackages», Dekorationen, thematisch angepasste Menükarten oder weitere Aktivitäten im Zeichen der Zwiebel. Damit solle das für Bern wichtige knollige Gemüse im Zentrum einer vielfältigen und spannenden Erlebniswoche stehen, schreibt die Stadt.

«Erlebniswelt der Zwiebel»

Die «Zibele» stehe an der «Zibelewuche» vom 16. bis 22. November auf der Münsterplattform im Zentrum des Geschehens: Markthändlerinnen und Markthändler erhielten die Möglichkeit, ihre Zwiebel-Produkte an Ständen zu verkaufen. Diese Präsenz soll mit Gastro-Angeboten ergänzt werden. Zudem werden zusätzliche Zwiebelstände – soweit die Nachfrage gegeben ist – an weiteren Standorten in der Stadt über die ganze Woche hinweg ermöglicht. So werde die «Zibelewuche» in der gesamten Stadt erlebbar.

«Die Stadt engagiert sich somit gemeinsam mit BERNcity und Bern Welcome für das lokale Gewerbe und die Markthändlerinnen und -händler, sowie auch dafür, dass möglichst viele ‹Zibele› Verwendung finden und von ihren unterschiedlichsten Seiten gezeigt und eingesetzt werden», wird Gemeinderat Reto Nause in der Mitteilung zitiert.

Um eine «Zibelewuche» in Bern möglich zu machen, habe der Gemeinderat Massnahmen beschlossen, wie etwa Gebührenbefreiungen und mehr zusätzlicher Platz für Zwiebelmarktstände. Auch die Marktstände würden bei Bedarf von der Stadt Bern kostenlos zur Verfügung gestellt.

Für den konzeptionellen Aufbau der «Zibelewuche» und die Zusammenarbeit mit dem lokalen Gewerbe zeichnen BERNcity und Bern Welcome verantwortlich. Vermittlung zwischen Anbietenden und Abnehmenden. Zusätzlich zum Verkauf vor Ort wollen die Initiantinnen und Initianten den Markthändlerinnen und -händlern ermöglichen, ihre Mengen an zu verkaufenden Zwiebeln auf einer Online-Vermittlungsplattform aufzuführen, so dass potentielle Abnehmerinnen und Abnehmer aus Handel, Gastronomie und Hotellerie direkt Zwiebeln für die Umsetzung ihrer Aktivitäten beziehen können.

Doch noch ein Zibelmärit-Gefühl

Die ‹Zibelewuche› sei eine Win-Win-Situation: Sie biete dem Berner Gewerbe einen speziellen Anlass für Aktionen zugunsten ihrer Kundschaft und lasse gleichzeitig die Besucherinnen und Besucher doch noch ein Zibelemärit-Gefühl geniessen: Mit diesen Worten wird Sven Gubler, Verwaltungsrat von Bern Welcome und Direktor von BERNcity, in der Mitteilung zitiert.

Dank der räumlichen Übersichtlichkeit der Münsterplattform liessen sich Schutzkonzepte und Abstandsmassnahmen umsetzen. In den Geschäften und Restaurants Berns habe es bereits funktionierende Schutzkonzepte, die während der «Zibelewuche» weiterhin gelten würden.

Weitere Informationen zur «Zibelewuche» sind hier zu finden.