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Jazz mit WeitblickEine Vision von Afrika

Der aus der Elfenbeinküste stammende Balafonvirtuose Aly Keïta sucht mit den beiden Schweizer Jazzern Jan Galega Brönnimann und Lucas Niggli nach dem Ernsthaften in der Fröhlichkeit.

Alle drei sind in Afrika geboren: Jan Galega Brönnimann, Aly Keïta und Lucas Niggli.
Alle drei sind in Afrika geboren: Jan Galega Brönnimann, Aly Keïta und Lucas Niggli.
Foto: PD

Der Jazz ist bekannterweise eine hybride Musikform, entstanden aus dem – unfreiwilligen – Zusammentreffen westafrikanischer und europäischer Traditionen. In der Geschichte dieser Musik hat es immer wieder Bestrebungen gegeben, sie verstärkt an das afrikanische Erbe heranzuführen, Versuche, die mit Namen wie Randy Weston – Letzterer war ein Pionier, der 1961 erstmals Nigeria besuchte und zweimal längere Zeit in Marokko lebte –, Art Blakey oder dem Art Ensemble of Chicago verbunden sind. Bezeichnenderweise hatten die entsprechenden Projekte meist auch eine (kultur-)politische Komponente: Es ging um die Wiedergewinnung von Traditionen und Geschichte durch eine Bevölkerungsgruppe, die infolge des Traumas der Sklaverei von ihrer Vergangenheit abgeschnitten worden war.

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